"Alternativer FC Bundestag" AfD-Abgeordnete gründen eigenen Fußballverein

Beim FC Bundestag durfte mancher Rechtsaußen nicht mitspielen. Nun wollen AfD-Abgeordnete nach SPIEGEL-Informationen ihren eigenen Fußballverein im Parlament gründen.

AfD-Fraktion im Bundestag
DPA

AfD-Fraktion im Bundestag


Nachdem der Fußballklub der Bundestagsabgeordneten mehreren AfD-Politikern die Mitgliedschaft verweigert hat, wollen die Rechten mit einem eigenen Verein antreten.

Titelbild
Mehr dazu im SPIEGEL
Heft 5/2018
Die Pflegekatastrophe: Deutschland lässt seine Familien im Stich

"Die AfD-Kicker werden dem FC Bundestag geschlossen fernbleiben und stattdessen eine eigene Parlamentsfußballmannschaft gründen", sagte Hansjörg Müller, parlamentarischer Geschäftsführer der AfD-Fraktion, dem SPIEGEL.

Dieser "Alternative FC Bundestag" werde allen Fraktionen offenstehen und gegen Gegner "jeder Nationalität, Hautfarbe, Religion, Weltsicht" antreten, versprach Müller: "Wir gründen unseren Verein auf den Werten Sportsgeist und Toleranz, gegen Hass und Ausgrenzung, wie wir es vom FC Bundestag kennengelernt haben." (Diese Meldung stammt aus dem SPIEGEL. Den neuen SPIEGEL finden Sie hier.)

Insgesamt haben sieben AfD-Abgeordnete versucht, dem offiziellen Fußballklub beizutreten. Nur drei wurden aufgenommen. Müller hatte auf seinen Antrag ein Schreiben des CDU-Kollegen Marcus Weinberg erhalten, in dem es heißt, sein Beitrittsantrag liege vorerst auf Eis.

Der AfD-Abgeordnete Sebastian Münzenmaier wurde bereits ausdrücklich abgelehnt, da gegen ihn ein Strafverfahren wegen Körperverletzung läuft.

Dieses Thema stammt aus dem neuen SPIEGEL-Magazin - am Kiosk erhältlich ab Samstagmorgen und immer freitags bei SPIEGEL+ sowie in der digitalen Heft-Ausgabe.

Was im neuen SPIEGEL steht, erfahren Sie immer samstags in unserem kostenlosen Newsletter DIE LAGE, der sechsmal in der Woche erscheint - kompakt, analytisch, meinungsstark, geschrieben von der Chefredaktion oder den Leitern unseres Hauptstadtbüros in Berlin.

ama



insgesamt 43 Beiträge
Alle Kommentare öffnen
Seite 1
scooby11568 27.01.2018
1. Ohhh, schon wieder Opfer...
So viele Rechts Außen braucht die Bundestagsmannschaft eben nicht. Einen hinten, einen vorne und einen Ersatz.
stoffi 27.01.2018
2. Sind wir denn im Kindergarten?
Alle, die im Bundestag vertreten sind, sollten auch mitspielen dürfen, denn alle haben dort gleiche Rechte, sollte jedenfalls so sein. Gerade die, die sich nun ein mitspielern der AFD-ler stellen, sind doch sonst so gegen irgendeine Ausgrenzung. Mit Demokratie hat das wenig zu tun.
Bowie 27.01.2018
3. Da sieht man einmal mehr...
...wer die wirkliche Parallelgesellschaft im Land bildet! Und nein, die AfD wird nicht von „dem System“ dazu gebracht, sich an den Rand der Gesellschaft zu stellen. Sie tut es selbst - durch ihre Werte, ihre verbale Verrohung und ihr verheerendes, bösartiges Menschenbild.
rob6461 27.01.2018
4. richtig so....
dieses ausgegrenze ist genau das was die etablierten parteine eigendlich der afd vorwerfen,die übrigens eine demoktatisch gewählte partei ist,die bei der bundestagswähl zur drittstärksten partei gewählt wurde.
retterdernation 27.01.2018
5. Sehr demokratisch der Bundestag
dabei steht doch im Grundgesetz: jeder Mensch hat das Recht auf seine persönliche Freiheit und Meinung. Im Kampf um die Macht, Geld und Posten erscheint jedes Mittel recht. Der stille Beobachter ist entsetzt, über so viel Meinungsdiktatur ... beim Sport der ach so gestressten Bundestagsabgeordneten ...
Alle Kommentare öffnen
Seite 1

© SPIEGEL ONLINE 2018
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.