Sicherheit bei AfD-Parteitag in Köln Polizei macht sich "große Sorgen"

Köln wappnet sich für den AfD-Parteitag: Die Polizei rechnet mit 50.000 Gegendemonstranten und gewalttätigen Protesten. Die Innenstadt wird zur Sicherheitszone - Hochzeitspaare von der Polizei zum Standesamt eskortiert.

Köln wird am Wochenende zur Hochsicherheitszone
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Köln wird am Wochenende zur Hochsicherheitszone


Straßensperren, Tausende Polizisten und eine Flugverbotszone: Wenn die Alternative für Deutschland (AfD) am Wochenende in Köln ihren Bundesparteitag abhält, wird die Innenstadt zu einer Hochsicherheitszone. Die Polizei erwartet rund 50.000 Gegendemonstranten verschiedener Protestbündnisse, darunter auch mehrere Tausend Linksextreme.

"Wir machen uns große Sorgen", sagte der Kölner Polizeipräsident Jürgen Mathies bei einer Pressekonferenz und zitierte einen Aufruf aus der linksextremen Szene. "Kommt alle nach Köln: Es wird unser Fest, und deren Hölle. Feuer statt Konfetti", heißt es darin unter anderem.

Mathies betonte, mehr als 4000 Beamte aus Nordrhein-Westfalen und dem ganzen Bundesgebiet würden "entschlossen und konsequent" gegen jede Form von Gewalt vorgehen. In einem Bereich, der die Innenstadt, Altstadt Nord, Altstadt Süd sowie Teile des Stadtteils Deutz umfasst, sind vom 20. April (12 Uhr) bis 24. April (12 Uhr) zudem alle Flüge untersagt. Es ist einer der größten Polizeieinsätze der vergangenen Jahre in Köln. Bereits 2016 war es während des Parteitages der AfD in Stuttgart zu heftigen Krawallen gekommen.

  • Zu den Gegendemonstrationen unweit des AfD-Tagungshotels am Heumarkt in der Innenstadt rufen unter anderem die Bündnisse "Köln stellt sich quer" und "Köln gegen Rechts" auf.
  • Auch das Festkomitee Kölner Karneval plant eine Kundgebung für Vielfalt und Toleranz im Kölner Westen. Teilnehmen sollen unter anderem die Bands Bläck Fööss, Höhner, Brings und Cat Ballou.
  • Durch die Großdemonstrationen wird das öffentliche Leben in Teilen der Innenstadt massiv beeinträchtigt werden. Die Außengastronomie auf den Demoplätzen bleibt geschlossen, kleinere Einzelhändler mit Geschäften an den Demonstrationswegen wollen kurzfristig entscheiden, ob sie ihre Läden öffnen. Busse und Bahnen fahren in Teilen der Innenstadt nur eingeschränkt.
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Und selbst für Hochzeitspaare haben die Demos Konsequenzen: Wer am Samstag einen Trautermin im Rathaus unweit des Alten Markts hat, wird von der Polizei zum Standesamt eskortiert. Und sollte es dort überhaupt kein Durchkommen geben, steht als Ausweich-Trauort das Bezirksrathaus im weit entfernten Stadtteil Porz zur Verfügung.

dop/AFP/Reuters

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Forum - Diskussion über diesen Artikel
insgesamt 171 Beiträge
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Seite 1
schulz-fan 20.04.2017
1.
Ich verstehe nicht, warum die AfD ihren Parteitag ausgerechnet in Köln abhält. Die Stadt steht für Toleranz, Weltoffenheit und multikulturelles Leben. Was hat die AfD da überhaupt zu suchen? Die sollen doch in Dresden tagen. Gewalt gegen die AfD ist natürlich kein demokratisches Mittel. Ich verurteile das aufs aller Schärfste. Ich denke aber auch, daß die AfD mit der Wahl des Tagungsortes ganz gezielt eine Provokation beabsichtigt. Für mich sitzen die wahren Brandstifter im Maritim.
helle_birne 20.04.2017
2. Die AfD müsste für die Schäden bei den
Anwohnern und kleinen Gewerbetreibenden haftbar gemacht werden. Soll sie ihren Parteitag irgendwo in der Pampa abhalten, aber nicht mitten in Köln, das ist doch Provokation pur ...
kleinbürger 20.04.2017
3.
zitat : "Auch das Festkomitee Kölner Karneval plant eine Kundgebung für Vielfalt und Toleranz" mit der toleranz scheint es ja auch nicht mehr so weit her zu sein und vielfalt will man auch nicht wirklich. frei nach dem motto : für weltoffenheit, aber wer mir nicht paßt dem knall ich auch die tür vor der nase zu.
zompel 20.04.2017
4. Ach quark
wenn jeder eine Armlänge Abstand hält kann doch gar nichts passieren
irobot 20.04.2017
5.
Dann hoffe ich mal, dass es am Samstag und Sonntag ordentlich plästert. Da bedauert man nicht, dass man nicht vor die Tür gehen kann. Und es würde diese so genannten Autonomen ordentlich abkühlen.
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