Parteitag in Stuttgart Leuchtraketen und brennende Autoreifen gegen die AfD

Zum Auftakt des AfD-Parteitags kam es zu heftiger Randale. Demonstranten blockierten Straßen mit brennenden Autoreifen und warfen Flaschen auf die Polizei.

DPA

Der zweitägige Bundesparteitag der Alternative für Deutschland (AfD) auf dem Stuttgarter Messegelände wurde zum Auftakt von massiven Protesten begleitet. Die Polizei nahm zwischenzeitlich etwa 500 Anti-AfD-Demonstranten in Gewahrsam.

Fast alle seien am Abend in kleinen Gruppen nach und nach entlassen worden, sagte ein Polizeisprecher. "Wir werden den Personenkreis aber weiter im Auge behalten", hieß es.

Demonstranten hätten am Morgen die Bundesstraße 27 mit brennenden Autoreifen für eine halbe Stunde blockiert. Auch auf der Autobahn A8 hätten Demonstranten auf Höhe des Flughafens in der Nähe der Messe in beide Fahrtrichtungen zeitweise den Verkehr unterbrochen. Einige zündeten Bengalos und Leuchtraketen. Die Polizei sprach von 2000 Demonstranten. Auf Twitter meldet die Polizei bis zu 900 gewaltbereite Störer.

Die AfD versammelt sich an diesem Wochenende in Stuttgart, um über ein Parteiprogramm zu beraten. Für den Bundesparteitag haben sich mehr als 2000 AfD-Mitglieder angemeldet. Durch die Protestkundgebungen sowie Warteschlangen bei der Registrierung der Parteimitglieder verzögerte sich der Start.

Etwa 1500 Demonstranten hatten tagsüber versucht, den Parteitag zu stören. Unter den AfD-Gegnern, die rund um das Messegelände demonstrierten, waren viele Linksautonome. Sie riefen "Flüchtlinge bleiben, Nazis vertreiben" und "Wir kriegen euch alle". Die Polizei ging mit Pfefferspray gegen Flaschenwerfer vor.

Auch in der Stuttgarter Innenstadt kam es zu Kundgebungen gegen die rechtspopulistische Partei. Hier demonstrierten laut Polizei 1800 Menschen, nach Veranstalterangaben waren es mindestens 4000. Es sei zu keinen gewalttätigen Ausschreitungen gekommen, sagte ein Polizeisprecher. Der Parteitag wird am Sonntag fortgesetzt.

16:50 Die Demonstration in der Innenstadt ist nun beeendet. #noafdstgt #polizei #stuttgart

— Polizei Stuttgart (@PP_Stuttgart) April 30, 2016

brt/dpa/Reuters

insgesamt 97 Beiträge
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Seite 1
querdenker1234 30.04.2016
1. Steinewerfer, Stahlkugelschützen, Schläger...
"retten" uns nicht vor rechten konservativ denkenden Menschen, sie hassen Deutschland, schaden unserem Sozialstaat und unserer Demokratie. Sie sind keine Sozialisten sondern Faschisten - Typen, die politische Meinungen gewaltsam unterdrücken.
pecos 30.04.2016
2. Sicherlich sollten sich die ...
... Demonstranten gegen die AfD gewaltlos verhalten. Aber es ist schon bizarr, wie man mit zweierlei Mass misst: sinds Demonstranten gegen die Rechten, dann ist die Polizei mit Übermacht da und schnappt sich mal so einfach 400 Leute. Werden Asylantenheime von einem brüllenden Mob belagert und angezündet, dann schaut die Polizei betreten zur Seite und kann niemandem irgendetwas nachweisen. Oder ist überlastet. Der Faschismus feiert fröhliche Urständ, aber Gegendemonstranten- die sich zugegebener Massen - nicht nichtig benehmen, allerdings weitaus harmloser sind als der braune Mob, werden geschurigelt.
DJ Doena 30.04.2016
3.
Brennende Autoreifen gegen die AfD in Deutschland, Steinschleuderer gegen Autos wegen Trump in den USA ( http://www.spiegel.de/politik/ausland/auftritt-von-donald-trump-dutzende-festnahmen-bei-protesten-a-1090114.html ) und bei Black Lives Matter plündern die Demonstranten die geschäfte ihrer Mitmenschen. Es wäre schön, wenn politische Demonstranten sich mit so einem Mist nicht immer gleich selbst demontieren würden.
sequoia 30.04.2016
4. Hatespeech gegen AfD hat eben Gewalt zur Folge
Überall in Presse und Fernsehen, besonders aber auch im Wahlkampf wurde Hass gegen AfD und AfD-Wähler gesät. Wenn Kandidaten demokratischer Parteien AfD-Kandidaten als Rattenfänger und ihre Wähler damit als Ratten bezeichen, kann es nicht verwundern, dass nun 1000 Polizisten den linken Mob von Gewalttaten abhalten müssen. Das was der AfD vorgeworfen wird, nämlich Hass zu säen, haben ihre politischen Gegner getan, die ihr genau das vorwerfen, siehe auch Brandanschläge auf AfD-Politiker. Was für eine Heuchelei!
mundi 30.04.2016
5. Sachlich bleiben
Monatelang wurde die AfD von den Konkurrenzparteien und den Medien als Neonazis, Rassisten und Pack bezeichnet und übel beschimpft. Jetzt wundert man sich, dass labile Chaoten, die nur auf Krawall aus sind, meinen, dass sie mit ihrer Gewalt gegen diese Partei etwas Gutes tun. Vielleicht sollte man etwas nachdenklich werden und in kommenden Wahlkämpfen sachlich bleiben.
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