Staatsanwaltschaft Saarbrücken AfD-Bundestagskandidatin unter Volksverhetzungsverdacht

Die Saarbrücker Staatsanwaltschaft ermittelt gegen die AfD-Bundestagskandidatin Laleh Hadjimohamadvali. Die gebürtige Iranerin soll auf einem Parteitag gesagt haben, der Islam sei "schlimmer als die Pest".

Laleh Hadjimohamadvali
imago/ Becker&Bredel

Laleh Hadjimohamadvali


Laleh Hadjimohamadvali ist Politikerin im Saarland - für die AfD. Nun ermittelt die Staatsanwaltschaft Saarbrücken nach einer angeblich islamfeindlichen Rede gegen die Bundestagskandidatin. Eine entsprechenden Bericht der "Saarbrücker Zeitung" bestätigte am Mittwoch ein Sprecher der Strafverfolgungsbehörde.

Dem Bericht zufolge richten sich die Ermittlungen gegen Hadjimohamadvali, da sie auf einem Landesparteitag im Juni in Völklingen unter anderem gesagt haben soll, der Islam sei "schlimmer als die Pest".

Vor diesem Hintergrund ermittelt die Staatsanwaltschaft nun wegen des Anfangsverdachts der Beschimpfung von Bekenntnissen, Religionsgemeinschaften und Weltanschauungsvereinigungen in Tateinheit mit Volksverhetzung, wie die Behörde auf Anfrage mitteilte.

Der Spitzenkandidat der Saar-AfD, Christian Wirth, distanzierte sich laut "Saarbrücker Zeitung" von Hadjimohamadvalis Äußerungen. Die Politikerin wurde nach eigenen Angaben in Iran geboren und flüchtete in den Achtzigerjahren nach Deutschland.

dop/dpa/AFP



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