Provokation im Landtag AfD-Abgeordnete verlassen Gedenkfeier für NS-Opfer

Abgeordnete der AfD-Fraktion im Bayerischen Landtag haben bei einer Gedenkveranstaltung für die Opfer des Nationalsozialismus das Plenum verlassen - während einer Rede von Charlotte Knobloch.

AfD-Abgeordnete verlassen den Landtag
DPA

AfD-Abgeordnete verlassen den Landtag


Im Bayerischen Landtag haben sich Mitglieder der AfD-Fraktion von einer Gedenkstunde für Opfer des Nationalsozialismus demonstrativ für zehn Minuten entfernt. Die Abgeordneten reagierten damit auf eine Rede der Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern, Charlotte Knobloch. Gerade einmal vier AfD-Abgeordnete blieben einem Reporter des Bayerischen Rundfunks zufolge im Saal.

Knobloch, von 2006 bis 2010 Präsidentin des Zentralrats der Juden in Deutschland, hatte in ihrer Rede die AfD direkt attackiert und die Gesellschaft und alle demokratischen Parteien zum Schutz der Demokratie aufgerufen.

"Heute und hier ist eine Partei vertreten, die diese Werte verächtlich macht und Verbrechen der Nationalsozialisten verharmlost und enge Verbindungen ins rechtsextreme Milieu unterhält", sagte Knobloch. Nach ihrer Rede kamen die AfD-Abgeordneten wieder ins Plenum zurück.

Charlotte Knobloch bei ihrer Rede
DPA

Charlotte Knobloch bei ihrer Rede

apr/dpa



insgesamt 52 Beiträge
Alle Kommentare öffnen
Seite 1
mariakar 23.01.2019
1. Die AfD hätte bestimmt unter der Wählerschicht
noch mehr Zulauf, würden sie sich deutlicher gegen die Neorechten und Rechtsextremen abgrenzen.
claus7447 23.01.2019
2. Kritikfähigkeit
Nicht vorhanden bei dieser Partei. Man merkt rasch, warum die jetzt wie ein aufgeregter Hühnerhaufen den Verfassungsschutz fürchten. Wer rassismus schürt, ist in unserer Demokratie fehl am Platz!
ahloui 23.01.2019
3. Eigentlich
braucht man das ja nicht mehr zu kommentieren..., aber wer dieses braune Gesocks noch wählt, ist selbst ein Nazi. Niemand kann mir erzählen, er wähle die, sei aber keinesfalls rechtsaussen gesinnt.
isi-dor 23.01.2019
4.
Es klingt durchaus logisch, dass die geistigen Nachfahren der Täter das Parlament verlassen, in dem über ihre Taten gesprochen wird. Das konnte man erwarten. NS-Unrecht darf man bei der AfD nicht ansprechen. Bin gespannt, wie der bayerische Verfassungsschutz reagiert.
isi-dor 23.01.2019
5.
Zitat von mariakarnoch mehr Zulauf, würden sie sich deutlicher gegen die Neorechten und Rechtsextremen abgrenzen.
Das bekommen sie nicht hin, da es sich um ihre geistigen Vorfahren handelt.
Alle Kommentare öffnen
Seite 1
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge! zum Forum...

© SPIEGEL ONLINE 2019
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.