AfD und Verfassungsschutz Maaßen soll Petry erneut Vertraulichkeit zugesichert haben

Um was es beim Gespräch zwischen Hans-Georg Maaßen und Frauke Petry ging, ist nach wie vor unklar. Die frühere AfD-Chefin behauptet jetzt, der Verfassungsschutzpräsident habe ihr erst kürzlich erneut Vertraulichkeit zugesichert.

Frauke Petry (Archivaufnahme)
dpa

Frauke Petry (Archivaufnahme)


Verfassungsschutzpräsident Hans-Georg Maaßen hat der früheren AfD-Chefin Frauke Petry nach deren Angaben kürzlich erneut die Vertraulichkeit ihrer Gespräche vom Herbst 2015 zugesichert. Maaßen habe ihr in einem Telefonat vor knapp zwei Wochen gesagt, dass die Vertraulichkeit dieser Gespräche gewahrt werde, sagte Petry der "Welt".

Aber kurz nach diesem Telefonat sei in der Zeitung ein Artikel erschienen, demzufolge Maaßen im Bundesinnenministerium über die Treffen mit ihr berichtete. Dies habe bei ihr "für Irritation" gesorgt, sagte Petry. Sie sprach von einem "Zeichen von Unprofessionalität" im Ministerium von Horst Seehofer. Vertraulichkeit habe dort offenbar "keine Relevanz". Petry betonte zugleich, dass die Initiative zu den Gesprächen von Maaßen ausgegangen sei.

Hans-Georg Maaßen
REUTERS

Hans-Georg Maaßen

Die AfD-Aussteigerin Franziska Schreiber hatte jüngst das Buch "Inside AfD" veröffentlicht, in dem sie schreibt, Petry habe ihr von Gesprächen mit Maaßen berichtet. Maaßen habe der damaligen Parteichefin in den Gesprächen Ratschläge gegeben, wie die AfD einer Beobachtung durch den Verfassungsschutz entgehen könne.

Petry wies die Angaben Schreibers in der "Welt" zurück. Sie habe "niemandem etwas darüber gesagt" und "tatsächlich nie gesagt, er hätte mich dergestalt beraten", sagte die Ex-AfD-Chefin.

Im Video: Frauke Petry über Machtkämpfe

NDR/RBB/Eco Media

als/AFP



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