Von Afghanistan überstellt Deutscher Taliban-Unterstützer in Untersuchungshaft

Ein vor zwei Monaten in Afghanistan gefasster mutmaßlicher Taliban-Unterstützer ist nach Deutschland überstellt worden. Ein Ermittlungsrichter erließ einen Haftbefehl.

Der mutmaßliche Taliban-Berater
AFP/ AFGHAN ARMED FORCES

Der mutmaßliche Taliban-Berater


Er soll in Afghanistan die radikalislamischen Taliban beraten haben. Jetzt befindet sich deutsch-polnische Staatsangehörige Thomas K. in Deutschland in Untersuchungshaft.

Der im Februar in der Provinz Helmand festgenommene Mann war zuvor von Afghanistan überstellt worden. "Der Beschuldigte ist dringend verdächtig, sich als Mitglied an der ausländischen terroristischen Vereinigung 'Taliban' beteiligt zu haben", teilte der Generalbundesanwalt in Karlsruhe mit.

Der Ermittlungsrichter am Bundesgerichtshof erließ Haftbefehl. Der Mann sei im August 2012 nach Pakistan gereist. Spätestens Anfang 2013 habe er sich den Taliban angeschlossen und eine militärische Ausbildung in einem von der Terrororganisation betriebenen Trainingslager durchlaufen. Er sei dann in einer Taliban-Kampfeinheit in Afghanistan eingesetzt worden.

Der Ermittlungsrichter am Bundesgerichtshof erließ Haftbefehl. Der Mann sei im August 2012 nach Pakistan gereist. Spätestens Anfang 2013 habe er sich den Taliban angeschlossen und eine militärische Ausbildung in einem von der Terrororganisation betriebenen Trainingslager durchlaufen. Er sei dann in einer Taliban-Kampfeinheit in Afghanistan eingesetzt worden.

Dutzende Tote bei Taliban-Angriffen in Afghanistan

Bei einer Serie von Angriffen der Taliban in fünf afghanischen Provinzen sind in der Nacht und am Donnerstagmorgen mindestens 24 Menschen getötet worden. Allein in der heftig umkämpften Nordprovinz Kunduz, wo es bis vor einigen Jahren noch ein Bundeswehrlager gab und wo heute wieder deutsche Soldaten afghanische Truppen beraten, seien bei Überfällen auf mehrere Sicherheitsposten mindestens zwölf Soldaten ums Leben gekommen, sagte Provinzratsmitglied Ghulam Rabbani Rabbani.

als/dpa/AFP



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