Düsseldorf - Flüchtlingsaktivisten haben stundenlang Räume der Grünen-Landesgeschäftsstelle und des französischen Generalkonsulats in Düsseldorf besetzt. Die Aktivisten demonstrierten gegen Abschiebungen und verlangten ein Bleiberecht für Flüchtlinge.
Zudem wollten sie auf den Tod dreier Einwanderer in einem Flüchtlingszentrum im nordfranzösischen Calais aufmerksam machen, wie die Protestgruppe No Border Camps mitteilte.
Zunächst drangen Aktivisten gegen 12 Uhr in das französische Generalkonsulat im Düsseldorfer Stadtzentrum ein. Die Polizei beendete die Besetzung des Konsulats nach vier Stunden. Gegen elf Demonstranten wurde ein Strafverfahren wegen Hausfriedensbruchs eingeleitet.
Später gelangten rund 40 Mitglieder einer Gruppe aus Köln in die Geschäftsstelle der nordrhein-westfälischen Grünen und hängten Protestbanner aus den Fenstern. Mehr als sechs Stunden nach Beginn der Besetzung begann die Polizei am Abend mit der Räumung.
Den Aktivisten zufolge "verschlimmerten" sich die "Belästigungen" gegen Einwanderer zuletzt, seit die Stadt Calais angesichts der im nahegelegenen England bevorstehenden Olympischen Spiele angekündigt habe, Calais zur "migrantenfreien Zone" machen zu wollen. Der Protest in Düsseldorf erfolge aus "Solidarität" mit den Betroffenen.
In Düsseldorf protestieren derzeit Demonstranten mit einer Mahnwache am Rhein gegen die Lebensbedingungen von Flüchtlingen.
kha/dpa/AFP
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