Kritik an Protestpartei SPD-Generalsekretärin fordert Anti-AfD-Bündnis

Als "Demagogen im Schlafrock" und "eine Schande für Deutschland" hat SPD-Generalsekretärin Fahimi die AfD bezeichnet. Neben CDU und SPD sollten auch Gewerkschaften, Kirchen und Stiftungen Position gegen die Rechtspopulisten beziehen.

SPD-Generalsekretärin Yasmin Fahimi: "Das Land nicht der AfD überlassen"
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SPD-Generalsekretärin Yasmin Fahimi: "Das Land nicht der AfD überlassen"


Berlin - SPD-Generalsekretärin Yasmin Fahimi fordert ein breites Bündnis über Parteigrenzen hinweg gegen die aufstrebende Partei Alternative für Deutschland (AfD), die gerade in drei ostdeutsche Landtage eingezogen ist. "Unser Land ist zu wichtig, als dass wir es diesen Demagogen im Schlafrock überlassen sollten", schreibt sie in einem Beitrag für die "Frankfurter Allgemeine Zeitung".

Neben der SPD und anderen Parteien sollten auch Gewerkschaften, Kirchen, Industrie- und Sozialverbände, Stiftungen und Nichtregierungsorganisationen der euroskeptischen Partei klar entgegentreten, so Fahimi. Sie wolle keinen abermaligen deutschen Sonderweg, "der leichtfertig das Friedens- und Freiheitsprojekt Europas gefährdet, für das Brandt, Adenauer, Schmidt, Genscher und Kohl gekämpft haben".

"Ich möchte die AfD nicht dämonisieren. Genauso falsch ist es aber, sie zu verharmlosen", schreibt Fahimi. Sie würde sich wünschen, dass mehr CDU-Politiker so eindeutig Position beziehen würden wie Finanzminister Wolfgang Schäuble. Er habe recht: "Die AfD ist eine Schande für Deutschland." Deshalb dürfe sie für niemanden in Bund, Ländern und Kommunen als Koalitionspartner in Frage kommen.

vet/dpa

Forum - Diskussion über diesen Artikel
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maxxy1234 17.10.2014
1. Wie ungeschickt diese Frau doch ist...
und wieder einmal wird mit Rechtspopulismus argumentiert. Haben die Zahlen nach den Wahlen bei der Aufschluesslung doch ganz klar gezeigt, wo die AfD die Waehler herbekommt. Die meisten bekommt die AfD von der CDU, sehr viele von der bereits erledigten FDP und SPD, aber auch von den Linken und Gruenen. Am wenigsten bekam die AfD von der NPD. Was ist da also rechtspopulistisch, wenn diese Partei am wenigsten Zulauf von Rechts hat und bei allen Parteien Stimmen abgrast, auch und vor allem von Links. Das ist wieder billigste Propaganda. Alles was mir dies zeigt ist, dass sich die SPD fuerchtet vor der AfD, denn die SPD koennte die naechste FDP werden. Einfach nur ungeschickt, diese Frau.
spon-facebook-10000122439 17.10.2014
2.
Eine Schande fur Deutschland ist ein derartiges Demoktratieverstandnis,die junge Dame sollte noch ein bisschen uben.................
klaus_schober 17.10.2014
3. Nie wieder SPD
Ich war SPD-Mitglied. Schon zur Abizeit. Jahrelang. Ich habe immer SPD gewählt. Dann kam die Zustimmung zum ESM. Hinzu die permanenten Waffenlieferungen. Die Unterstützung von Kriegen. Die völlig fehlgehende Steuerpolitik für junge Familien. Das Verschleudern von Rentenrücklagen. Eine absolut verhunzte Energiewende, die sich junge Leute nicht mehr leisten können. Populistischer Unsinn wie eine Mietpreisbremse und einen Mindestlohn - sieht auf dem ersten Blick nett aus, treibt aber das Preisniveau nach oben und letztlich ist nichts gewonnen. Der höhere Nominallohn wird durch höhere Preise wieder ausgeglichen. Aber ansonsten verschenkt die SPD zusammen mit Frau Merkel mit Freude deutsche Steuergelder an Großbanken und Hedgefonds, anstatt sie im eigenen Land für Investitionen in Wirtschaft, Infrastruktur und Bildung unserer Kinder zu stecken. Die SPD war mal die Partei des kleinen Mannes. Heute ist sie genauso von Lobbyisten getrieben, wie der Rest. Und sie ist durch die Unterstützung von Merkel für die dramatischen sozialen Zustände bei jungen Leuten in Griechenland und Spanien mit verantwortlich. Soviel zur Sozialdemokratie. Für die SPD gilt das Soziale nur in deutschen Grenzen. Ob junge Familien in Südeuropa vor die Hunde gehen, interessiert die fetten SPD-Abgeordneten in Berlin nicht. Die haben sich ja als erste Amtshandlung mal die Diäten erhöht. Die SPD ist für mich nach all dem definitiv 4ever unten durch. Ein für alle mal. Die Tatsache, dass mit Herrn Gabriel ein Volkshochschullehrer zum Wirtschaftsminister, mit Frau Nahles eine berufsunerfahrene Dauerstudentin zur Arbeitsministerin und mit Fr. Fahimi jemand zur Generalsekretärin gekürt worden ist, der nur poltert, statt argumentiert, zeigt, dass die SPD politisch auf dem absteigenden Ast ist. Dass es Frau Fahimi lediglich mit dumpfen Parolen und platten Ressentiments gegenüber Andersdenkenden versucht, anstatt sich auch nur ein einziges Mal sachlich mit der AfD auseinander zu setzen, ist ein wirkliches Armutszeugnis. Ein Armutszeugnis für die Demokratie, welche Frau Fahimi mit Füßen tritt. Und ein Armutszeugnis für die SPD, welche offensichtlich nur noch rüpelhaft stänkern kann, da es scheinbar am Sachverstand fehlt, um der AfD mit wohlfeilen und durchdachten Argumenten zu begegnen. Es ist unfassbar, was aus der Debattenkultur geworden ist. Und es ist auch unfassbar, mit welcher Ignoranz sogenannte Volksvertreter mit dem Willen eines erheblichen Teils des Souveräns umgehen. Wie gesagt: ich war mal SPD-Mitglied. Ich war mal Juso. Ich habe mein Leben lang SPD gewählt. Kommunal, im Land, im Bund. Heute muss ich ganz offen eingestehen: ich schäme mich dafür, SPD gewählt zu haben. Eine Partei, die nicht auf Diskussion, nicht auf Stil, nicht auf einen ordentlichen Umgang setzt, sondern vielmehr durch Beschimpfungen und Beleidigungen auffällt. Eine Partei, die mangels Sachverstand und Kompetenz in der Führungsebene (siehe oben) nur noch rumpoltert. Daher habe ich für mich beschlossen: Niemals wieder SPD.
mexi42 17.10.2014
4. Wodurch entstand die AfD?
Durch Lug und Trug etablierter Parteien, Missachtung des Wählerwillens. Aber, um das zu erkennen bedarf es einer gewissen Einsicht und Selbstkritik, die offensichtlich nicht vorhanden ist.
F22 17.10.2014
5. Wenn etwas eine Schande ist, dann ...
ist es die Konsenspolitik von CDU und SPD! Davon laufen ebenso die Linken aus der SPD, wie die rechten aus der CDU weg, und das ist verständlich. Übrig bleibt eine CDSP und endlich wieder die Möglichkeit seine Stimmung deutlicher zu wählen. Und dem Freiden geholfen haben SPD&CDU mit Ihren Spardiktaten auch nicht besonders - siehe Griechenland. Waffenlieferungen, BW-Einsätze. Einem von der Linkspartei oder den Piraten kaufe ich eine solche Kritik noch ab, der Rest kann sich erstmal an die eigene Nase fassen.
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