Wegen Tweet zur Amokfahrt CSU-Generalsekretär verlangt Storch-Rücktritt

"In einem Parlament in Deutschland nichts verloren": CSU-Generalsekretär Blume attackiert Beatrix von Storch. Die AfD-Politikerin solle wegen ihrer Kommentare zur Amokfahrt in Münster ihr Mandat abgeben.

Beatrix von Storch (AfD)
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Beatrix von Storch (AfD)


Beatrix von Storch hat auf Twitter die tödliche Amokfahrt im westfälischen Münster mit der Flüchtlingspolitik von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) in Verbindung gebracht.

Nun fordert die CSU darum ihren Rücktritt. "Wenn Frau von Storch auch nur einen Funken Anstand und Verstand noch hat, soll sie ihr Mandat im Bundestag zurückgeben", sagte Generalsekretär Markus Blume vor einer Sitzung des CSU-Vorstands in München.

Von Storch hatte via Twitter den Täter von Münster, einen gebürtigen Deutschen, als "Nachahmer islamischen Terrors" bezeichnet. Bereits kurz nach den Anschlag hatte sie das Merkel-Zitat "Wir schaffen das" in Großbuchstaben getwittert. Bei der Amokfahrt hatte der offenbar psychisch kranke Jens R. zwei Menschen getötet und zahlreiche weitere verletzt. Er erschoss sich anschließend selbst.

Es sei unverständlich, "wie von mancher politischer Seite versucht wurde, den Vorfall zu instrumentalisieren", sagte Blume. "Wer dieses Ereignis in der Weise ausschlachtet, wie es Frau von Storch getan hat, der hat in einem Parlament in Deutschland nichts verloren."

Im Video: Gezielte Provokation: Beatrix von Storch im Interview

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dop/dpa



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