Von Björn Hengst, Roland Nelles und Severin Weiland
In der Bildungspolitik hat sich die schwarz-gelbe Regierung in ihrem Koalitionsvertrag große Ziele gesetzt: Deutschland soll zur "Bildungsrepublik" werden, "mit den besten Kindertagesstätten, den besten Schulen und Berufsschulen sowie den besten Hochschulen und Forschungseinrichtungen". Bis 2013 will die Regierung die Ausgaben des Bundes für Bildung und Forschung um insgesamt 12 Milliarden Euro erhöhen. Es gehe um "mehr Chancengerechtigkeit am Start, Durchlässigkeit und faire Aufstiegschancen für alle".
Ein Schwerpunkt soll auch die frühkindliche Bildung sein. Jeder fünfte Jugendliche in Deutschland habe "so geringe Kompetenzen in Lesen und Mathematik, dass er Gefahr läuft, auf dem Ausbildungs- und Arbeitsmarkt keine Chance zu haben. Deshalb müssen wir präventiv und möglichst früh in der Bildungsbiografie ansetzen", schreiben die Regierungspartner in ihrem Koalitionsvertrag.
Union und FDP wollen mehr junge Menschen an die Universitäten und Hochschulen bringen: "Wir setzen uns zum Ziel, die Studienanfängerquote weiter zu steigern." Künftig sollen mehr Studienanfänger "über die berufliche Bildung an die Hochschulen kommen".
In der Forschung will die schwarz-gelbe Regierung unter anderem die Biotechnologie weiter fördern. Sie sei eine "große Chance für den Wirtschafts - und Wissenschaftsstandort Deutschland und seine internationale Wettbewerbsfähigkeit".
Auch der Stammzellenforschung wird große Bedeutung zugeschrieben. Sie biete besonders im Bereich der Gesundheit große Chancen. "Wir wollen sicherstellen, dass in Deutschland diese Chancen wahrgenommen werden können." Die ethisch umstrittene Forschung erfolge "auf dem Boden des geltenden Rechts und im Dialog mit allen gesellschaftlichen Akteuren".
Mit Material von dpa und AP
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