Weiterer Parteiaustritt Anette Schultner verlässt die AfD

Sie war die Bundesvorsitzende der Christen in der AfD - nun hat Anette Schultner die Partei verlassen. Der Grund: Sie wolle keine "Feigenblattfunktion" erfüllen.

Anette Schultner
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Anette Schultner macht Schluss: Die Bundesvorsitzende der Christen in der AfD hat ihren Austritt aus der Partei erklärt.

Wie die "Welt" unter Berufung auf ein Schreiben Schultners an die AfD-Bundesgeschäftsstelle berichtete, begründete Schultner ihren Schritt mit der "Radikalisierung der AfD". In der Dienstagsausgabe des "Tagesspiegels" sagt Schultner: "Ich glaube, es gibt keine Chance mehr, die AfD zu einer realpolitisch wirkenden, bürgerlich-konservativen Volkspartei zu machen."

Wer sich wie sie selbst gegen den umstrittenen Rechtsaußen Björn Höcke positioniere, habe in den meisten Landesverbänden keine Chance auf innerparteiliche Mehrheiten. Sie sei nicht bereit, in der AfD eine "Feigenblattfunktion zu erfüllen".

Ob sich Schultner, die dem eher bürgerlich-konservativen Lager zugerechnet wurde, der neuen Partei der ehemaligen Parteichefin Frauke Petry anschließen will, blieb zunächst unklar. Dem "Tagesspiegel" zufolge will sie sich in Petrys Bürgerforum "Blaue Wende" einbringen. Die Gründung des Forums und der neuen Partei hatte Petry kurz nach ihrem Austritt aus der AfD bekannt gegeben.

In den vergangenen drei Wochen hatten noch einige weitere Mandatsträger die AfD verlassen, darunter der Bundestagsabgeordnete Mario Mieruch und Petrys Ehemann, der frühere NRW-Landtagsfraktionschef Marcus Pretzell.

Schultner hatte im vergangenen Mai trotz Protesten vieler Christen als AfD-Vertreterin an einer Podiumsdiskussion auf dem Evangelischen Kirchentag teilgenommen. Schon damals sagte sie, einige Entwicklungen in der Partei bereiteten ihr Sorgen. Schultner war früher in der CDU. Sie ist der Meinung, die Kirchen sollte sich weniger politisch einbringen, sondern sich darauf konzentrieren, den christlichen Glauben zu verbreiten.

dop/dpa



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spadoni 16.10.2017
1. AfD
Die Ratten verlassen das sinkende Schiff!!!
friedrich_eckard 16.10.2017
2.
Zitat von spadoniDie Ratten verlassen das sinkende Schiff!!!
Nichts für ungut, aber: wer dieses Schiff verlässt muss nicht zwingend eine Ratte sein und beweist das vielleicht gerade dadurch, dass er/sie es verlässt! Was aber das "SInken" angeht: Ihr Wort in wessenauchimmer Ohr!
Newspeak 16.10.2017
3. ...
Ich halte es nicht fuer besonders charakterlich ausgezeichnet sich erst ueber die Liste der Nazis ins Parlament waehlen zu lassen und sich dann unter Heuchelei von moralischen Bedenken vom Acker zu machen.
j.cotton 16.10.2017
4. De is guad weida!
Zitat von friedrich_eckardNichts für ungut, aber: wer dieses Schiff verlässt muss nicht zwingend eine Ratte sein und beweist das vielleicht gerade dadurch, dass er/sie es verlässt! Was aber das "SInken" angeht: Ihr Wort in wessenauchimmer Ohr!
Des tat ma in Bayern sog`n.
karljosef 16.10.2017
5. Christen in der AfD?
Was es nicht alles gibt! Lächelndes Kopfschüttel!
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