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Fragen zum Super-Wahlsonntag (4): Ist Merkels Kanzlerschaft in Gefahr?

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  Kanzlerin mit "Merkelraute"  Zur Großansicht
DPA

Kanzlerin mit "Merkelraute"

Merkels Spitzenkandidaten schwächeln. Wird das für die Kanzlerin selbst zum Problem?

Im Fall eines Wahldesasters in Baden-Württemberg kann die CDU-Spitze die Schuld aufs Ländle schieben. Man wird allerlei Erklärungen dafür finden, warum es so mies gelaufen sein könnte.

Komplizierter ist der Fall Rheinland-Pfalz. CDU-Spitzenkandidatin Julia Klöckner wurde zum Star der Union aufgebaut. Schafft sie es wieder nicht ins Amt der Ministerpräsidentin, wäre ihre Strahlkraft vorerst dahin. Ihr Aufstieg wäre gestoppt, die Chance, sich für höhere Weihen zu empfehlen, erst einmal vorbei.

Merkels Kanzlerschaft ist durch die drei Landtagswahlen aber vorerst nicht gefährdet. Sie ist, trotz Nachfolgedebatten in der Flüchtlingskrise, weiter das größte Pfund der Union, ihre Beliebtheitswerte erholten sich zuletzt leicht. Man kann zu diesem Zeitpunkt kein ernsthaftes Interesse an einem Merkel-Sturz ausmachen. Trotzdem könnte der Druck der Merkel-Kritiker auf die Chefin noch am Wahlabend massiv zunehmen.

Denn es sieht nicht gut aus für die CDU:

Je mehr schlechte Nachrichten es am Wahlabend für die CDU gibt, desto größer wird die Angriffsfläche für Attacken von CSU-Chef Horst Seehofer und Gegner in Merkels eigener Partei. Nach Sonntag dürfte es für die Kanzlerin noch schwerer werden, ihren Flüchtlingskurs zu verteidigen.


Super-Wahlsonntag

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insgesamt 9 Beiträge
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1. Bundeskanzlerin in Europa isoliert
thombus 10.03.2016
Merkel hat Deutschalnd durch ihre indiskutable Flüchtlingspolitik in Europa isoliert. Sie hat dadurch nicht nur die innere Sicherheit unseres Landes gefährdet, sondern auch das Auseinanderbrechen der Europäischen Union riskiert. Nach den zu erwartenden schlechten Ergebnissen für die CDU sollte sie konsquenterweise abtreten.
2. Klebesessel
jetbundle 10.03.2016
Eigentlich wäre es schon alnge an der Zeit gewesen. Aber wenn die CDU so abschneidet wie es die Umfragen andeuten, dann ist es Zeit für Konsequenzen in der Union. Seit letzem Sommer hat die Union 5-10% in Umfragen verloren. Das ist doch ein deutliches Zeichen. Nur wird Merkel in Honeckermanier den Wind der Zeit nicht spüren und an ihrem Sessel kleben bleiben. Und dank ihrer innerparteilichen Machtstrategie gibt es außer Schäuble (zu alt) und Seehofer (nicht ernst zu nehmen) ja achon seit Jahren nur noch kritiklose Wasserträger und Handtuchhalter.
3. Ich freue mich jetzt schon
spon-1284901476593 10.03.2016
wenn es Sonntagabend heisst: Die Afd und der Wähler sind Schuld am Wahldesaster. Sollte es nach einer Wahlklatsche keine Konsequenzen und ein "Weiter so" folgen, wird das den sozialen Unruhen in Deutschland erheblich anfeuern (im wahrsten sinne des Wortes). Das können sich dann Merkel und Co. auch auf ihre Fahnen schreiben.
4. Deutschland ist nicht Merkel
GueMue 10.03.2016
Sie ist voruebergehend, unerfolgreich und eine Blenderin.
5. Klöckner...
bernstein9 12.03.2016
Das hat die Kanzlerin der Klöckner schön versaut. Und wieder eine Konkurrenz weniger für sie. Ansonsten ist die CDU nur noch eine Eunuchenpartei ohne Anspruch, irgendwann mal eine personelle Alternative zu haben.
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