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Meinungsumfrage: Merkels Beliebtheit sinkt - Seehofer gewinnt hinzu

CDU-Chefin Merkel, CSU-Chef Seehofer: Deutliche Kritik am Kurs der Kanzlerin Zur Großansicht
DPA

CDU-Chefin Merkel, CSU-Chef Seehofer: Deutliche Kritik am Kurs der Kanzlerin

Ihre Flüchtlingspolitik kommt nicht überall gut an: Kanzlerin Angela Merkel verliert im SPIEGEL-Ranking der beliebtesten Politiker. Ihr Kritiker Horst Seehofer kann dagegen in der Gunst der Befragten zulegen.

Ihr beherztes Eintreten für Flüchtlinge hat der Kanzlerin und CDU-Vorsitzenden Angela Merkel offenkundig nicht nur Sympathien eingebracht. Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer, Chef der Schwesterpartei CSU, hat sich ganz anders positioniert - und gewinnt hinzu.

Erstmals in dieser Legislaturperiode steht in einer für den SPIEGEL von TNS Forschung durchgeführten Umfrage mit Außenminister Frank-Walter Steinmeier ein Sozialdemokrat an der Spitze der Politikertreppe - die Kanzlerin rutschte auf Platz vier ab.

Demnach erhält Steinmeier 67 Prozent, danach folgen Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) mit unverändert 65 Prozent, Bundespräsident Gauck (64 Prozent) und an vierter Stelle jetzt Merkel mit 63 Prozent. Gegenüber der Umfrage vom Juni ist das ein Verlust von fünf Prozentpunkten. Vizekanzler Sigmar Gabriel konnte wie Seehofer aufholen - der SPD-Chef gewann sieben Prozentpunkte hinzu und steht bei 56 Prozent. Seehofer erreicht jetzt 44 und legte um 6 Prozentpunkte zu.

Seehofer hatte die Entscheidung Merkels und des österreichischen Kanzlers Werner Faymann (SPÖ) vor rund drei Wochen kritisiert, in einer Notlage mehrere Tausend Flüchtlinge von Ungarn nach Deutschland und Österreich durchreisen zu lassen. Im SPIEGEL hatte Seehofer kurz darauf erklärt, die Entscheidung sei ein "Fehler, der uns noch lange beschäftigen wird". Deutschland komme bald in "eine nicht mehr zu beherrschende Notlage", so der bayerische Ministerpräsident.

Zugleich hatte Seehofer den ungarischen Ministerpräsidenten Viktor Orbán zur Klausur der CSU-Landtagsfraktion nach Banz eingeladen. Orbán verteidigte am vergangenen Mittwoch auf einer Pressekonferenz mit Seehofer den in der EU umstrittenen Bau eines Zaunes von Ungarn entlang der Grenze zu Serbien. Er bezeichnete sich als "Bayerns Grenzschützer".

Seehofer kritisierte erneut Merkel indirekt. "Durch eine deutsche Entscheidung" seien geltende Regeln in Europa außer Kraft gesetzt worden, sagte Seehofer. Deshalb habe man nun "chaotische Verhältnisse" in Europa.

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Forum - Diskussion über diesen Artikel
insgesamt 338 Beiträge
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1. Oh je....
josefinebutzenmacher 26.09.2015
Rechtsruck... :-((
2.
achilles65 26.09.2015
63% unglaublich, 10% wären angebracht.
3.
abcd63 26.09.2015
Anscheinen gibt es doch noch Mitbürger, denen an unsere Nation gelegen ist.
4. Merkels Götterdämmerung
nestor01 26.09.2015
Um eine Götterdämmerung zu erleben braucht Merkel im nächsten Jahr nicht mehr nach Bayreuth fahren. Sie inszeniert ihre eigene. Nach den Landtagswahlen 2016 wird es heißen: Ende Gelände.
5. Hätte Sie das in Ihrer 'ausgewogenen, weitsichtigen' Arbeitsweise erkennen müssen?
karljosef 26.09.2015
Wann hat Merkel die Obergrenzen für die Flüchtlinge gestrichen? Als das Problem bereits für jeden ersichtlich war? Aber nein! Dann wäre sie endlich mal als christliche Kanzlerin erkennbar gewesen. Erst, als sie durch """ausgewogene, nachhaltige""" Untersuchung von Volksbefragungen, die die temporäre Meinung des Volkes wiedergaben, """überzeugt""" worden war! Und das Volk sieht mittlerweile auch, wo dieser 'ultraschnelle' Schuss aus der Hüfte hinführen wird...
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