Große Koalition Diese Christdemokraten sollen regieren

Drei Frauen, drei Männer, die meisten unter 50, kein Ostdeutscher und eine Überraschung - diese CDU-Politiker will Kanzlerin Merkel zu Ministern machen.

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Jetzt ist es offiziell: Parteichefin Angela Merkel hat ihre Personalaufstellung für die CDU-Minister in einer möglichen neuen Großen Koalition bekanntgeben. "Mit diesem Team kann man jetzt auch die Aufgaben der Zukunft angehen", sagte sie in Berlin. Zuvor hatte sie in den Spitzengremien ihrer Partei die Liste für die CDU-Minister präsentiert.

  • Wie erwartet will Merkel den konservativen Kontrahenten Jens Spahn als Gesundheitsminister ins Kabinett einbinden.
  • Für Überraschung sorgte die Entscheidung, die NRW-Abgeordnete Anja Karliczek zur Bildungsministerin zu machen.
  • Die rheinland-pfälzische CDU-Chefin Julia Klöckner wird den Plänen zufolge Agrarministerin.
  • Der Merkel-Vertraute und bisherige Kanzleramtschef Peter Altmaier soll Wirtschaftsminister werden.
  • Die umstrittene Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen soll im Amt bleiben.
  • Neuer Kanzleramtschef soll Helge Braun werden, der bislang in der Regierungszentrale als Staatsminister für die Bund-Länder-Beziehungen zuständig war.

Die CDU-Kandidaten der Kanzlerin in Kurzporträts:

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CDU-Minister für GroKo: Merkels Wunschtruppe

Der bisherige Gesundheitsminister Hermann Gröhe wird dem Kabinett nicht mehr angehören. Merkel sprach von einer "schmerzhaften Entscheidung".

Die Kanzlerin will drei der sechs Ministerposten mit Frauen besetzen. Allerdings kommt keiner der Kandidaten aus Ostdeutschland. Am Sonntag verwies Merkel jedoch darauf, dass sie selbst aus dem Osten stammt. Der thüringische CDU-Landeschef Mike Mohring forderte dennoch auch für die neue Legislaturperiode die Berufung eines Ostbeauftragten.



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kev/dpa



insgesamt 73 Beiträge
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Seite 1
mullertomas989 25.02.2018
1. Mir sind Personen erstmal nicht so wichtig...
....sondern die Politik, die dabei raus kommt. Aber schön, dass Jens Spahn zumindest schonmal Erfahrung im Gesundheitsbereich gesammelt hat. Anja Karliczek ist hingegen keine Bildungsfachfrau.
rocklobster68 25.02.2018
2. Kein ostdeutscher Minister ?
Da werden sich meine Mitbürger im Osten aber besonders gut repräsentiert fühlen. Frau Merkel ist ja für viele nicht mehr gerade so das große Idol. Aber auch nicht im Westen.
egonon 25.02.2018
3. Muttis letztes Aufgebot.
Das angebotene Personaltableau steht weder für eine klare Linie noch für Zukunftsfähigkeit der CDU. Damit geht der in dem Koalitionsvertrag festgelegte Weg in den paternalistiscjhen Sozialismus weiter. Die AfD wird es freuen.
christian10 25.02.2018
4.
alles sehr klug gemacht. generalsekretärin. alle ministerposten gut gewählt. merkel steht nach wie vor über den dingen und das macht ihre persönlichkeit so herausragend. den herrn linnemann würde ich noch gern irgendwo als staatssekretär sehen. ich werde die cdu wegen frau merkel aber lange zeit nicht mehr wählen. vermutlich nie mehr.
alternativlos 25.02.2018
5. Phantastisch!
Herr Braun als Geheimdienstchef, das wird die Welt erneuern. Alle bisherige Narrative werden Vergangenheit sein.
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