CNN-Interview Merkel tritt laut Röttgen zur Wiederwahl an

Norbert Röttgen gibt sich in einem Interview mit dem US-Sender CNN sehr gewiss: Kanzlerin Angela Merkel werde für eine weitere Amtszeit kandidieren. Die CDU-Zentrale reagierte zurückhaltend.

Norbert Röttgen (Archivbild von 2012)
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Norbert Röttgen (Archivbild von 2012)


"She will run for chancellor": In einem kurzen Fernsehinterview mit dem US-Sender CNN verkündet CDU-Außenpolitiker Norbert Röttgen, dass Angela Merkel für eine vierte Amtszeit als Bundeskanzlerin kandidieren werde. "Sie ist absolut entschlossen und bereit, die liberale Weltordnung zu stärken", sagt er weiter.

Merkel sei "ein Eckpfeiler des politischen Konzepts des Westens". Sie agiere als Global Player. "Also wird sie antreten und wie ein verantwortlicher Führer handeln." Der Westen dürfe sich aber nicht alleinig auf diese Personalie verlassen.

Die CDU-Zentrale reagierte am Abend zurückhaltend auf die Aussage Röttgens. "Es gilt das, was die Parteivorsitzende gesagt hat: Sie wird ihre Entscheidung zur gegebenen Zeit mitteilen", teilte die Zentrale auf eine Anfrage des Senders ZDF mit.

Röttgen reagierte auf eine Frage des Moderators, der sagte, es sei unklar, ob Merkel noch einmal antrete. Merkel ist seit elf Jahren Kanzlerin und Europas dienstälteste Regierungschefin. Auf ihre erneute Kandidatur deutet vieles hin.

Im August sagte sie beim ARD-Sommerinterview, sie werde "zum gegebenen Zeitpunkt" bekanntgeben, ob sie erneut als Bundeskanzlerin antreten wolle. Nach Informationen des SPIEGEL wollte sie ihre Entscheidung erst im Frühjahr 2017 der Öffentlichkeit mitteilen.

vks/dpa

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Forum - Diskussion über diesen Artikel
insgesamt 106 Beiträge
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josho 15.11.2016
1. Jetzt bin ich aber....
....von den Socken!
Rido 15.11.2016
2.
Sie will wohl unbedingt länger im Amt bleiben als ihr "Ziehvater" Helmut Kohl.
nordlicht1591 15.11.2016
3. In 2016......
......bleibt einem offenbar nichts erspart! Fortsetzung der GroKo in 2017 fest im Visier! "Unter den Talaren, Muff von 1000 Jahren!" Diesmal aber nicht bei 2068 warten, "Make Democracy great again!"
bikerrolf 15.11.2016
4. Ausgerechnet Röttgen?
Der hat ja eigentlich noch ne Rechnung mit seiner Angela offen und versucht sich bislang erfolglos mit einer Art Nebenaußenpolitik. Dass ausgerechnet diese Leiche auf Merkels Politweg weiß, was Madame will ist unwahrscheinlich.. Versucht der Schelm vielleicht, Merkel durch frühzeitige Nennung zur verbrennen oder wenigstens ein bisschen anzukokeln?
furorteutonikus 15.11.2016
5. Kandidatur
Die Meldung macht deutlich: Der Wahlzettel ist nicht "alternativlos"
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