Union im Bundestag Merkel und Seehofer stützen Fraktionschef Kauder

Fraktionschef Volker Kauder muss sich um seine Wiederwahl wohl keine Sorgen machen. Nach SPIEGEL-Informationen hat er die Parteichefs von CDU und CSU auf seiner Seite.

Volker Kauder (CDU)
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Volker Kauder (CDU)


Angela Merkel wird Unionsfraktionschef Volker Kauder zur Wiederwahl vorschlagen. Das hat die Kanzlerin Kauder nach SPIEGEL-Informationen zugesichert. Auch CSU-Chef Horst Seehofer sagte Kauder in einem Gespräch seine Unterstützung zu. Der Fraktionsvorsitzende muss sich am 25. September dem Votum der Abgeordneten stellen. Lesen Sie hier die ganze Geschichte im neuen SPIEGEL.

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Heft 36/2018
Wenn Rechte nach der Macht greifen

Kauders Stellvertreter Ralph Brinkhaus hatte bei einem vertraulichen Gespräch mit Merkel am Montag seine Bereitschaft erklärt, für den Fraktionsvorsitz zu kandidieren, und um die Unterstützung der Parteichefin geworben. Merkel hatte dies abgelehnt. Brinkhaus hat sich noch nicht entschieden, ob er gegen Kauder antreten wird. Er wollte sich zunächst mit Fraktionskollegen besprechen und eine öffentliche Festlegung Merkels abwarten.

Kauder ist in der Fraktion nicht unumstritten. Viele Abgeordnete werfen ihm vor, er setze vor allem die Regierungspolitik um, statt die Rolle der Parlamentarier zu stärken. Quer durch die Lager gibt es einen Wunsch nach Erneuerung. Bei der letzten Wahl des Fraktionschefs vor einem Jahr erzielte Kauder mit 77,3 Prozent sein bislang schlechtestes Ergebnis.

Allerdings hat sich der Fraktionschef seither stabilisiert. Es gibt nach dem erbitterten Streit zwischen CDU und CSU über die Flüchtlingspolitik unter den Abgeordneten wenig Lust auf eine neue Auseinandersetzung.

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insgesamt 15 Beiträge
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lupo44 31.08.2018
1. Wessen Lied ich singe,dessen Brot ich esse,
Herr Kauder fährt mit dieser Devise wohl sehr gut.Neue Leute brauch das Land-wo ist die Jugend? Und die Demokratie bleibt auf der Strecke! Fast wie das damalige Politbüro in der Handlungsweise.
jojack 31.08.2018
2. Der CDU ist nicht zu helfen
Wann will sich denn die CDU endlich für die Zeit nach Merkel aufstellen? Dabei wäre jetzt der ideale Zeitpunkt, die Weichen für eine Erneuerung zu stellen. Bis zur nächsten Bundestagswahl dauert es noch - genug Zeit, neues Spitzenpersonal aufzubauen.
thinkof-it 31.08.2018
3. Es wird knapp
Falls der Deal war, Manfred Weber als katholischen Csu-Eu-Kommissar zu befördern und dafür die selbstbewusste bürgerliche CDU aus dem Kernland katholisch Westfalen bestochen wurde, dann wird es knapp für den Wirtschaftsflügel der CDU. Die Flügel werden fallen und die Federn am Boden liegen und nur noch zur Füllung von Daunenkissen geeignet sein. Das der Kandidat für die EZB nicht präferiert wurde, könnte dafür sprechen, dass das Kreuz aus Bayern ein Wort mitspricht. Wenn sich die Christen bald die Kirche nicht mehr leisten können, dann können wir nur noch die Plastikweihnachtsbäume rausholen, die jedes Jahr ein kleines bisschen abgestaubt werden müssen, aber immer gleich unverwüstlich im elektrischen Licht erstrahlen.
dippegucker 31.08.2018
4. Wenn Frau Merkel auf Kauder...
...verzicjhten wollte, hätte sie sich ja auch auf eine Minderheitsregierung einlassen können. Frau Merkel kann keine Demokratie und braucht für ihr Regierungshandeln zwingen Menschen, die jeden Widerspruch im Keim ersticken. Unser Demokratiemodell einschließlich "westlichem Wertesystem" gehören dringend auf den Prüfstand. Mit Merkel, Kauder und Konsorten wird das nix...
skeptiker97 31.08.2018
5. Seehofer
Hier wäre für die CSU die Gelegenheit gewesen, sich aus dem Merkel-Sumpf zu lösen, indem sie sich wenigstens raushält. Die Chance ist vertan.
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