Podcast "Stimmenfang" Vor 13 Jahren - wie die Ära Merkel begann

"Deutschland kann es schaffen" - so beendete Angela Merkel am 30. November 2005 ihre allererste Regierungserklärung. Vor welchen Problemen stand die Kanzlerin damals und wie hat sich das Land seither verändert?

Von und


Stimmenfang #76 - 13 Jahre Kanzlerin Merkel: Wie hat sich Deutschland seither verändert?

Deutschland hatte fünf Millionen Arbeitslose und galt in Europa als "kranker Mann". So sah das Land aus, als Angela Merkel 2005 Bundeskanzlerin wurde. In der neuen Podcast-Episode gehen wir zurück zum Anfang und hören, wie die Ära Merkel vor genau 13 Jahren begann. Zu Gast in unserem Studio ist der Kollege Severin Weiland.

Wie abonniere ich den Podcast?

Sie finden "Stimmenfang - der Politik-Podcast" jeden Donnerstag auf SPIEGEL ONLINE (einfach oben auf den roten Play-Button drücken) und auf Podcast-Plattformen wie iTunes, Google Podcasts, Spotify, Deezer oder Soundcloud. Unterwegs, auf dem Weg zur Arbeit, beim Sport: Sie können unser neues Audioformat hören, wo Sie wollen und wann Sie wollen. Abonnieren Sie unseren kostenlosen Podcast "Stimmenfang", um keine Folge zu verpassen.

Sie können "Stimmenfang" entweder über den Player in diesem Artikel hören oder ihn herunterladen auf Ihr Smartphone, Tablet oder Ihren Computer. So können Sie ihn jederzeit abspielen - selbst wenn Sie offline sind.

Falls Sie diesen Text auf einem iPhone oder iPad lesen, klicken Sie hier, um direkt in die Podcast-App zu gelangen. Klicken Sie auf den Abonnieren-Button, um gratis jede Woche eine neue Folge direkt auf Ihr Gerät zu bekommen.

Falls Sie ein Android-Gerät nutzen, können Sie "Stimmenfang" auf Google Podcasts hören oder sich eine Podcast-App wie Podcast Addict, Pocket Casts oder andere herunterladen und dort "Stimmenfang" zu Ihren Abonnements hinzufügen.



insgesamt 7 Beiträge
Alle Kommentare öffnen
Seite 1
Stefan_Schmidt 29.11.2018
1.
Die Merkel-Ära begann mit einer paradoxen Regierungsbildung: verglichen mit der BTW 2002 ergab die BTW 2005 einen Linksruck, aber Merkel wurde Kanzlerin. Wer's nicht glaubt, bitte selbst die Zahlen recherchieren. Rot-Grün hatte zwar keine Mehrheit mehr, aber es hätte locker zu RRG gereicht. Ist nur daran gescheitert, dass die SPD Schiß davor hatte. Im Rückblick betrachtet war das auf jeden Fall keine erfolgreiche Strategie zum Erhalt ihrer Wählerstimmen.
Sportzigarette 29.11.2018
2. Quatsch!
Zitat von Stefan_SchmidtDie Merkel-Ära begann mit einer paradoxen Regierungsbildung: verglichen mit der BTW 2002 ergab die BTW 2005 einen Linksruck, aber Merkel wurde Kanzlerin. Wer's nicht glaubt, bitte selbst die Zahlen recherchieren. Rot-Grün hatte zwar keine Mehrheit mehr, aber es hätte locker zu RRG gereicht. Ist nur daran gescheitert, dass die SPD Schiß davor hatte. Im Rückblick betrachtet war das auf jeden Fall keine erfolgreiche Strategie zum Erhalt ihrer Wählerstimmen.
RRG hätte uns, die SPD. mehr Stimmen gekostet. Es ist im Westen einfach nicht vermittelbar, mit den LINKEN, also der SED Nachfolgepartei in eine Koalition zu gehen. Und auch im Osten gab es nicht genügend Anhänger dieser Variante. Ich wäre mit Sicherheit ausgetreten, hätte man mit den Kommunisten gemeinsam Sache gemacht. Dies ist schon in einzelnen Bundesländern schwer erträglich. Davon mal abgesehen, wären die Verhandlungen bereits auf Grund der utopischen Forderungen der Linken (raus aus der Nato! ) nie zu einer Koalition gekommen. Gut So! Da waren wir mit Mutti doch ganz gut dran!
LeBigMacke 29.11.2018
3. Nicht RRG, sondern die Groko hätte niemals eine Option sein sollen
Zitat von SportzigaretteRRG hätte uns, die SPD. mehr Stimmen gekostet. Es ist im Westen einfach nicht vermittelbar, mit den LINKEN, also der SED Nachfolgepartei in eine Koalition zu gehen. Und auch im Osten gab es nicht genügend Anhänger dieser Variante. Ich wäre mit Sicherheit ausgetreten, hätte man mit den Kommunisten gemeinsam Sache gemacht. Dies ist schon in einzelnen Bundesländern schwer erträglich. Davon mal abgesehen, wären die Verhandlungen bereits auf Grund der utopischen Forderungen der Linken (raus aus der Nato! ) nie zu einer Koalition gekommen. Gut So! Da waren wir mit Mutti doch ganz gut dran!
Die SPD würde mit Sicherheit besser stehen als derzeit, wenn RRG damals eine Option gewesen wäre. Die SPD war seit jeher eine Partei im linken Spektrum und nicht etwa "der Mitte". Die Bauchlandung 2005 lag darin begründet, dass man seine Klientel schlichtweg verraten hatte. Spitzensteuersatz senken, Deregulierung der FInanzmärkte, und anschließend mit Hartz4 nach denen getreten, die sowieso schon am Boden lagen. Seither versucht die SPD denselben Weg immer wieder zu gehen, natürlich als kleine hässliche Schwester der CDU - für die Merkel optimal, da fällt der SPD dann nicht nur der eigene Mist auf die Füße, sondern gleich das ganze Paket. Merkel ruht sich auf dem aus, was Rot-Grün damals verbrochen hat, allerdings ohne die negativen Stimmen, denn Schwarz/Gelb hat ja nur übernommen und nicht implementiert. Dass die SPD sich jedes mal aufs neue auf die große Koalition einlässt, mit entsprechenden Folgen für die Partei (und das Land..), ist für mich nicht nachvollziehbar. Aus Fehlern lernt man, sollte man meinen.
friedrich.grimm@gmx.de 29.11.2018
4. Sand in die Augen...
......streut bereits der nachfolgende Satz: "Deutschland hatte fünf Millionen Arbeitslose und galt in Europa als "kranker Mann". So sah das Land aus, als Angela Merkel 2005 Bundeskanzlerin wurde." Man hätte den Artikel auch so beginnen können bzw. müssen: Nach Schröders sozialem Kahlhieb übernahm Frau Merkel einen einigermaßen gut bestellten "Laden". In diesem führte sie sich mitunter auf, wie der Elefant im Porzellanladen (Ausstieg vom Ausstieg und Totalausstieg). Dank Schröder musste Merkel, außer stupiden Reden, alles war alternativlos, musste Frau Merkel nicht viel tun. Es folgten zahllose folgenlose Gipfel, einer teurer als der andere. Die Krönung war dann der G20-Gipfel in Hamburg. Doch zwischendurch galt es Griechenland zu Gunsten des Kapitals zu ruinieren. Entschuldigung, es wird gerade etwas romanhaft, stimmt aber dennoch alles was hier kurz gestreift wird. Wobei das meiste noch fehlt. Unerwähnt blieb auch ihr Assistent, der beliebte Herr Schäuble. Usw., usw.
bedireel 29.11.2018
5.
Das Prinzip dieser und der vorangegangenen Regierungen unter Merkel lautet: Die Steuereinnahmen maximieren (bevorzugt diejenigen, die der Bürger bezahen muss), um dann mit Scheckbuchpolitik Probleme (Banken, Euro, EU-Zerfall, Migration...) in die Zukunft zu verlagern, wo sie uns dann um so härter treffen werden. Nach dem Gießkannenprinzip werden dann noch ein paar Wählerschichten mit "Wohltaten" bedacht (Mütterrente, Baukindergeld etc.), um von den horrenden Summen abzulenken, die für die vorgenannten Zwecke verschleudert werden. Den meisten Wählern gefällt es offenbar, oder er ist zu dumm, das perfide Spiel zu erkennen. Die etablierten Medien spielen das Spiel leider auch mit. Die Zeche werden unsere Kinder noch bezahlen. M.f.G.
Alle Kommentare öffnen
Seite 1

© SPIEGEL ONLINE 2018
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.