Kampf um CDU-Spitze AKK steht zu Merkels Flüchtlingspolitik von 2015

Annegret Kramp-Karrenbauer lobt die Entscheidung der Kanzlerin, im Jahr 2015 die Grenzen offen gelassen zu haben - und grenzt sich von Friedrich Merz ab. Die Ankunft vieler Flüchtlinge hatte harte Debatten entfacht.

Annegret Kramp-Karrenbauer
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Annegret Kramp-Karrenbauer


Annegret Kramp-Karrenbauer, Kandidatin für den CDU-Vorsitz, stellt sich in der Migrationsdebatte hinter Angela Merkel. Die Entscheidung der Bundeskanzlerin, im Jahr 2015 Hunderttausende Flüchtlinge aufzunehmen, war aus ihrer Sicht richtig.

"Ich stand und stehe immer noch zu der Entscheidung der Bundesregierung", sagte Kramp-Karrenbauer der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung".

Sie äußerte Zweifel daran, dass eine Grenzschließung geboten gewesen wäre. "Hätte das geheißen: mit Bundespolizei, Militär und Wasserwerfern gegen Flüchtlinge vorzugehen - in einer Zeit, in der das ganze Land von einer Willkommenskultur geprägt war?"

Die Kandidatin für den CDU-Vorsitz sagte allerdings auch, dass es damals "europäische und mit den Nachbarn abgestimmte Lösungen" gebraucht habe. "Man muss auch in einer nationalen Drucksituation die Kraft haben, weiter auf Europa zu setzen."

Mit ihrer Aussage grenzt sich Kramp-Karrenbauer scharf von Friedrich Merz ab, ihrem Hauptkonkurrenten im Rennen um den CDU-Vorsitz. Merz positioniert sich als harter Law-and-Order-Mann, der verlorengegangene Wählerstimmen von der AfD zurückgewinnen will.

ssu

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insgesamt 85 Beiträge
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Seite 1
go-west 24.11.2018
1. Dann sind die jeweiligen Positionen
doch klar umrissen. Perfekt für eine klare Entscheidung.
Freidenker10 24.11.2018
2.
Spielt eigentlich keine große Rolle wer sich bei der CDU durchsetzt und dann vielleicht auch Kanzler wird. Die nächste Koalition wird totsicher eine Grün/Schwarze mit einem Tupfer Gelb und mit den Grünen in der Koalition werden die Grenzen Scheunentor weit offenstehen! Da kann der nächste CDU Kanzler/in noch so einen auf Law and Orden machen, wie das dann ausgeht ist schon jetzt klar. Und mit AKK die ja näher bei den Grünen steht als bei der CDU sowieso...
Leser_01 24.11.2018
3.
Eine sonderbare Aussage von Frau Kramp-Karrenbauer, die schon fast an politischen Selbstmord grenzt, denn genau diese Entscheidung ist der Grund, warum die CDU aktuell bei 26% liegt. Es ist letztlich auch der Grund, warum Frau Merkel den Parteivorsitz abgeben musste. Vielleicht sollte AKK mal ihren PR-Berater auswechseln.
spiegelzelt 24.11.2018
4. Klar steht AKK zu Merkels Flüchtlingspolitik
sie ist ja auch ihr Zögling (ihre Zöglingin), während Merz von ihr abserviert wurde. Spahn wird jedenfalls kein Kanzlerkandidat. Also läuft es auf AKK vs. Merz hinaus, auf weiter so vs. frischen Wind.
yonosoymarinero 24.11.2018
5. Der Dank...
..,der AFD ist der AKK sicherlich gewiss. Die CDU muss sich nun entscheiden, der "Weiße Elefant" steht immer nämlich noch im Raum, auch wenn die Mini-Merkel davor beide Augen verschließt.
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