Frauenanteil Widmann-Mauz fordert mehr Gleichberechtigung in den Verbänden

Die Integrationsbeauftragte der Bundesregierung, Annette Widmann-Mauz, will eine höhere Zahl an Frauen in Verbänden erreichen. Gespräche mit Organisationen, die nur aus Männern bestehen, lehnt sie ab.

Staatsministerin Annette Widmann-Mauz (CDU)
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Staatsministerin Annette Widmann-Mauz (CDU)


Die Integrationsbeauftragte der Bundesregierung, Annette Widmann-Mauz (CDU), will mit Verbänden und Organisationen künftig nur noch dann Gespräche führen, wenn diese dabei auch von mindestens einer Frau vertreten werden.

Treffen nur mit männlichen Vertretern wird es nicht mehr geben, sagte Widmann-Mauz der "Bild"-Zeitung. "Wir brauchen mehr Frauenpower", betonte sie.

Am Mittwoch hatte sie Migrantinnen aus den Migrantenorganisationen und Frauenverbänden nach Berlin eingeladen.

Frauen fehlen in Politik, Wirtschaft, Wissenschaft

Zu wenige Frauen - das Thema betrifft Politik, Wissenschaft und Wirtschaft gleichermaßen. Eine Umfrage des Bildungsanbieters WBS verdeutlicht: Der Anteil an Professorinnen an deutschen Hochschulen beträgt im Schnitt rund 24 Prozent.

Nach den Wahlen in Bayern und Hessen zeigt sich, dass in den Landtagen Politikerinnen in der Minderheit sind beziehungsweise ihr Anteil sogar sinkt. Im frisch gewählten bayerischen Landtag sind 27 Prozent weiblich, in der vergangenen Legislaturperiode waren es knapp 30 Prozent. In Hessen ist nur ein Drittel des Parlaments weiblich. In deutschen Botschaften sind lediglich 13,2 Prozent weiblich, wie aus einer Schriftlichen Frage der Grünen hervorgeht. Das heißt, von insgesamt 152 Personen sind 20 Frauen Botschafterinnen.

mst/dpa



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