Berlin - Nach der Anschlagsserie auf Berliner Moscheen hat die Polizei am Freitag einen Tatverdächtigen festgenommen. Es handle sich um einen 30-jährigen Mann, der vor einem U-Bahnhof in der Hauptstadt gefasst worden sei, teilte die Polizei mit. Es gebe einen "dringenden Tatverdacht der schweren Brandstiftung an Berliner Moscheen".
In einer Pressemitteilung erklärte die Polizei, Ermittler hätten die Räume der Redaktion einer Berliner Tageszeitung durchsucht. Dabei sei Beweismaterial sichergestellt worden, das den Tatverdacht gegen den Mann weiter erhärtet habe. Er sei nicht Mitarbeiter der Zeitung.
In den vergangenen Monaten waren der Polizei in Berlin insgesamt sieben Anschläge auf islamische Gotteshäuser gemeldet worden. Die einzige gute Nachricht war, dass nur Sachschaden entstand und keine Menschen verletzt wurden.
Die Taten sorgten für Empörung in der Stadt, die so gerne tolerant und weltoffen sein will. Der evangelische Bischof von Berlin, Markus Dröge, und die ehemalige Präsidentin des Zentralrats der Juden in Deutschland, Charlotte Knobloch, verurteilten die Brandanschläge. Der Vorsitzende des Zentralrats der Muslime in Deutschland, Aiman Mazyek, forderte mehr Schutz für Moscheen.
kgp/AFP
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