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Berliner Regierungsviertel: Unbekannte "Widerstandsbewegung" soll hinter Anschlägen stecken

Der Reichstag in Berlin: Brandanschlag im November blieb folgenlos Zur Großansicht
DPA

Der Reichstag in Berlin: Brandanschlag im November blieb folgenlos

Schließen sich ausländerfeindliche Gruppierungen in Deutschland zu einer neuen militanten Allianz zusammen? Nach SPIEGEL-Informationen prüfen die Sicherheitsbehörden diesen Verdacht, nachdem es zu Anschlägen in Berlin gekommen war.

Berlin - Neue Widerstandsbewegungen könnten für Anschläge im Regierungsviertel verantwortlich sein. Die deutschen Sicherheitsbehörden prüfen nach SPIEGEL-Informationen, ob sich im Zusammenhang mit den seit Wochen anwachsenden ausländer- und islamfeindlichen Demonstrationen neue militante Strukturen bilden. (Lesen Sie die ganze Geschichte hier im neuen SPIEGEL.)

Zwischen dem 25. August und dem 24. November hatten bislang unbekannte Täter in vier Fällen Molotowcocktails am Berliner Reichstag, dem Paul-Löbe-Haus des Bundestages und der CDU-Bundesgeschäftsstelle entzündet. Es entstand jeweils geringer Sachschaden, der Berliner Staatsschutz ermittelt.

An den Tatorten hinterließ eine obskure Gruppe namens "Deutsche Widerstandsbewegung" mehrseitige Schreiben. Darin heißt es unter anderem, eine "multikulturelle, multiethnische, multireligiöse und multigeschichtliche Bevölkerungskonstellation" werde "das Land zerrütten, balkanisieren".

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Forum - Diskussion über diesen Artikel
insgesamt 12 Beiträge
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1.
Yeah Baby 14.12.2014
Ich finde es richtig, dass in der Headline "Widerstandsbewegung" in Anführungszeichen gesetzt wurde - Brandschläge in einer offenen Gesellschaft, die eine friedliche Auseinandersetzung bei polit. Konflikten zulässt (und erfordert) sind mindestens als kriminell, evtl. (anhängig vom konkreten Hintergrund) auch als terroristisch einzustufen. Diese Klarheit scheint mir im Artikel etwas aufgeweicht zu werden, wenn dort dann einfach von neuen Widerstandsbewegungen (ohne bes. Hervorhebung) die Rede ist.
2. Wenn man,
ornitologe 14.12.2014
wie schon mehrfach festgestellt, Ängste und Meinungen vieler Bürger konsequent ignoriert, muss man sich sich über eine solche Entwicklung nicht wundern. Es gibt nur einen demokratischen Dialog - Monologe haben mit Demokratie wenig zu tun. Daran kann auch die Einschätzung div. Sicherheitsbehörden nichts ändern.
3. Staatsschutz?
AndreasWolf 14.12.2014
Wo bleibt der Verfassungsschutz? Eigentlich müsste jetzt das BfV in Köln sowie die Abt. II der Berliner Senatsinnenverwaltung hochaktiv werden. Wieso nur der Staatschutz des LKA Berlin ermittelt, ist seltsam. Gemeinsam mit der Polizei beim Deutschen Bundestag, welche die Polizeihoheit für den Reichstag und Paul-Löbe-Haus hat, sollten Bundespolizei, BKA-Sicherungsgruppe und BfV endlich einmal wirklich kooperativ ermitteln!
4. Ausgerechnet...
retterdernation 14.12.2014
im Regierungsviertel gelingt vier Mal ein Anschlag - ich habe dort gearbeitet... weite Teile des Gebietes sind sehr übersichtlich. Um da unerkannt zu entkommen bedarf einer Tarnmaske. Und gleich vier Mal soll das gelungen sein. Haben die vielen Überwachungskameras und Polizisten, Staatsschützer, Geheimdienste dort geurlaubt. Oder vielleicht bewusst mal kurz die Augen geschlossen... komische Geschichte
5. Leider wahr
Untertainer 14.12.2014
Zitat von ornitologewie schon mehrfach festgestellt, Ängste und Meinungen vieler Bürger konsequent ignoriert, muss man sich sich über eine solche Entwicklung nicht wundern. Es gibt nur einen demokratischen Dialog - Monologe haben mit Demokratie wenig zu tun. Daran kann auch die Einschätzung div. Sicherheitsbehörden nichts ändern.
Leider machen Regierung und Medien wie SPON die Situation schlimmer, indem sie Probleme wegleugnen und auch die friedlichen Bürger(innen)-Bedenken diffamieren. Damit fordern sie Trotzreaktionen förmlich heraus und zündeln. Das ist ein ganz gefährlicher Fehler! Ratsam wäre es, Probleme zu analysieren und gemeinsame Lösungen zu finden, statt immer nur das dumme alte Spiel Links gegen Rechts zu befeuern. 99% der Menschen sind weder links- noch rechtsradikal.
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