Gauck nach den Anschlägen in Paris "Niemals beugen wir uns dem Terror"

"Wir beklagen Opfer einer neuen Art von Krieg": Bundespräsident Joachim Gauck hat sein Entsetzen über die Anschläge von Paris zum Ausdruck gebracht.

Joachim Gauck: "Wir beugen unser Haupt vor den Toten"
AFP

Joachim Gauck: "Wir beugen unser Haupt vor den Toten"


Bundespräsident Joachim Gauck hat im Zusammenhang mit den Anschlägen in Paris von Krieg gesprochen. "Wir leben in Zeiten, in denen wir Opfer einer neuen Art von Krieg beklagen", sagte Gauck in der zentralen Gedenkstunde zum Volkstrauertag im Bundestag in Berlin.

Zuvor hatte Frankreichs Präsident François Hollande die Anschlagsserie mit 129 Toten als Kriegsakt bewertet.

Gauck sagte, die Getöteten und Verletzten seien Opfer hinterhältig agierender Mordbanden. "Es sind Terroristen, die im Namen eines islamistischen Fundamentalismus zum Kampf gegen die Demokratien, gegen universelle Werte und auch gegen Muslime aufrufen, die ihrer barbarischen Ideologie nicht folgen." Der Anschlag habe Frankreich gegolten, "aber auch der offenen Gesellschaft, der Lebensweise der Freien und Gleichen in Europa und der ganzen Welt".

"Jene, die solche Taten verüben oder gutheißen, müssen wissen: Die Gemeinschaft der Demokraten ist stärker als die Internationale des Hasses, wir beugen unser Haupt vor den Toten, niemals aber beugen wir uns dem Terror", so Gauck. (Lesen Sie hier die Rede im Wortlaut.)

bim/Reuters/AP/dpa



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