Verdächtiger von Berlin Anis Amri wurde bereits im Frühjahr überwacht

Die Fahndung nach dem Tunesier Anis Amri läuft auf Hochtouren. Nun teilte die Generalstaatsanwaltschaft mit, dass der Verdächtige von Berlin bereits zu Beginn des Jahres ins Visier der Ermittler geraten war.

Tatverdächtiger Anis Amri
BKA

Tatverdächtiger Anis Amri


Nach dem Anschlag auf einen Berliner Weihnachtsmarkt am Montagabend hat die Polizei den 24-jährigen Tunesier Anis Amri öffentlich zur Fahndung ausgeschrieben. Doch der Verdächtige ist den Behörden kein Unbekannter: Wie die Generalstaatsanwaltschaft Berlin mitteilte, wurde bereits am 14. März 2016 ein Verfahren gegen den Mann eröffnet.

Demnach wurden die Ermittlungen eingeleitet, nachdem die Behörden Informationen erhalten hatten, wonach Amri einen Einbruch plane, um Gelder für den Kauf automatischer Waffen zu beschaffen - "möglicherweise, um damit später mit noch zu gewinnenden Mittätern einen Anschlag zu begehen", fügte die Staatsanwaltschaft hinzu.

Wie die Generalstaatsanwaltschaft mitteilte, sei Amri daraufhin observiert worden, auch seine Kommunikation sei überwacht worden. Allerdings brachten die Überwachungsmaßnahmen "keine Hinweise zu den Vorwürfen erbracht. Deshalb habe "keine Grundlage für eine weitere Verlängerung der Anordnungen zur Überwachungsmaßnahmen mehr" bestanden, diese seien im September beendet worden, hieß es in der Justizerklärung weiter.

Das Bundeskriminalamt (BKA) hat Amri in Zusammenhang mit dem Weihnachtsmarktanschlag in Berlin vom Montagabend zur Fahndung ausgeschrieben. Gegen den Tunesier bestehe "dringender Tatverdacht" heißt es in dem Fahndungsaufruf.

asc/AFP

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