Arbeitsmarktreform Hartz IV soll nicht mehr nach Hartz heißen

Der Name "Hartz" taugt nach Ansicht von SPD-Fraktionschef Struck nicht mehr als Name für die Arbeitsmarktreform. Begründung: Der Begriff sei diskriminierend. Das meint auch Niedersachsens Ministerpräsident Wulff.


Uelzen/Berlin - "Der Begriff ist diskriminierend", sagte Peter Struck der in Uelzen erscheinenden "Allgemeinen Zeitung" mit Blick auf die Verurteilung des früheren VW-Arbeitsdirektors Peter Hartz. "Das passt gar nicht zusammen", sagte er in Hinblick auf die Regulierung des Arbeitsmarktes durch Hartz IV. "Wer Wasser predigt, darf nicht Wein saufen."

Ex-Volkswagen-Vorstand Peter Hartz: Passt nicht mehr zur Arbeitsmarktreform
DDP

Ex-Volkswagen-Vorstand Peter Hartz: Passt nicht mehr zur Arbeitsmarktreform

Zuvor hatte bereits der niedersächsische Ministerpräsident Christian Wulff (CDU) gefordert, Hartz dürfe "nicht mehr Namensgeber von Berliner Reformgesetzen sein".

Der Namensgeber für die Reform hatte am Donnerstag wegen Untreue und Begünstigung von Betriebsräten eine Freiheitsstrafe von zwei Jahren auf Bewährung erhalten und muss eine Geldstrafe von 576.000 Euro zahlen. Hartz hatte gestanden, den früheren VW-Betriebsratschef Klaus Volkert mit Sonderzahlungen in Millionenhöhe und Vergünstigungen wie teuren Reisen "gekauft" zu haben.

ler/dpa



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