Arbeitsreise Lafontaine besucht Kuba

Sozialisten unter sich: Der Chef der Linken, Oskar Lafontaine, ist zu einem Arbeitsbesuch auf der Karibikinsel eingetroffen. Lafontaine will sich auf Kuba mit Vertretern der Regierung treffen.


Havanna - Drei Tage will Lafontaine in Kuba bleiben: Gestern Abend sei der Fraktionschef der Linken in der kubanischen Hauptstadt Havanna gelandet, hieß es aus Berlin. Auf dem Programm stünden Gespräche mit Parlamentspräsident Ricardo Alarcón und Außenminister Felipe Péres Roque. Ferner werde sich Lafontaine mit Vertretern deutscher Unternehmen treffen. Begleitet werde Lafontaine vom stellvertretenden Fraktionsvorsitzenden Klaus Ernst und der bildungspolitischen Sprecherin der Fraktion, Nele Hirsch.

Im vergangenen Jahr hatte es innerhalb der Linkspartei.PDS heftigen Streit wegen Kuba gegeben. Die linken Europaabgeordneten aus Deutschland - André Brie, Gabi Zimmer und Helmuth Markov - hatten einer Resolution des Europaparlaments zugestimmt, in der Kubas Umgang mit den Menschenrechten beklagt wird. Daraufhin forderten mehrere Hardliner der Partei eine Maßregelung durch den Parteivorstand.

Lafontaine selbst lobte in jüngster Zeit sozialistische Staatschefs in Lateinamerika wie den bolivianischen Präsidenten Evo Morales und Hugo Chávez in Venezuela. Auf eine Iran-Reise hatte Lafontaine noch nach Diskussionen in der Fraktion im vergangenen Jahr verzichtet.

Es ist nicht das erste Mal, dass Lafontaine nach Kuba reist: Im November 1988 traf er dort als SPD-Ministerpräsident des Saarlandes Fidel Castro.

anr/dpa



© SPIEGEL ONLINE 2007
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.