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Umfrage zur Regierungsbildung: Zwei Drittel der Deutschen wollen Große Koalition

Parteichefs Merkel und Gabriel: Großer Zuspruch für Schwarz-Rot Zur Großansicht
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Parteichefs Merkel und Gabriel: Großer Zuspruch für Schwarz-Rot

Während die Union noch mit SPD und Grünen sondiert, ist für die Mehrheit der Deutschen die Sache klar. Zwei Drittel der Bürger wünschen sich eine Große Koalition. Diese soll dann aber vor allem die Forderungen von SPD, Grünen und Linken umsetzen.

Hamburg - Eine Große Koalition wird bei den Deutschen immer beliebter. Im aktuellen ARD-Deutschlandtrend haben 66 Prozent der Befragten ein Bündnis von Union und SPD als "sehr gut" oder "gut für das Land" bewertet. Innerhalb eines Monats ist die Zustimmung für Schwarz-Rot damit um fast 20 Prozent gestiegen.

Auch bei den SPD-Anhängern ist eine deutliche Mehrheit dafür, dass die Sozialdemokraten Juniorpartner von Angela Merkel werden. 60 Prozent wollen, dass ihre Partei mitregiert.

Schwarz-Grün ist für die Befragten nur die zweitbeste Lösung. 37 Prozent bewerten ein Bündnis aus Union und Grünen positiv, 61 Prozent negativ. Dennoch ist damit auch die Zustimmung für diese Koalition so hoch wie nie.

Große Mehrheit für gesetzlichen Mindestlohn

Allerdings zeigt die Umfrage paradoxe Ergebnisse: Obwohl CDU und CSU bei der Bundestagswahl am 22. September einen klaren Sieg einfuhren, erwarten die Deutschen, dass sich in den Koalitionsverhandlungen der kleinere Partner inhaltlich durchsetzt.

83 Prozent der Befragten gehen davon aus, dass die künftige Regierung einen verbindlichen gesetzlichen Mindestlohn beschließt. Mehr als die Hälfte plädiert gar für einen Mindestlohn, der über den von SPD und Grünen geforderten 8,50 Euro liegt. 65 Prozent erwarten, dass Menschen mit höherem Einkommen mehr Steuern zahlen werden. Beide Forderungen hatten die Unionsparteien im Wahlkampf entschieden abgelehnt.

Auch die Einführung einer Pkw-Maut für Ausländer auf Autobahnen befürworten laut ARD-Deutschlandtrend 62 Prozent der Deutschen. CSU-Chef Horst Seehofer hat die Ausländer-Maut zur Bedingung für einen Koalitionsvertrag gemacht, Kanzlerin Merkel sagte im Wahlkampf: "Eine Pkw-Maut wird es mit mir nicht geben." Rechtlich dürfte sie ohnehin kaum durchsetzbar sein.

Beim Betreuungsgeld stellt sich ebenfalls eine Mehrheit der Deutschen gegen die Haltung der Union. 54 Prozent der Befragten fordern eine Abschaffung der umstrittenen Herdprämie. Die Union, allen voran die CSU, will trotzdem daran festhalten, Familien Geld zu zahlen, die ihre Kinder zu Hause betreuen.

Für den ersten ARD-Deutschlandtrend nach der Bundestagswahl hat Infratest dimap in dieser Woche 1003 zufällig ausgewählte Wahlberechtigte befragt. Die Fehlertoleranz beträgt 1,4 bis 3,1 Prozentpunkte.

syd

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insgesamt 210 Beiträge
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1. Na bestens ...
KlaraHohn 11.10.2013
Dann wird unsere opportunistische Sedativa-Kanzlerin ja hoffentlich auch diesmal dem Willen des Volkes folgen und alles brav umsetzen ...
2. Noch ein paar Dinge
merkelrama 11.10.2013
Die Regierung möchte sich dann bitte auch um die explodierenden Stromkosten kümmern und bitte auch Volksentscheide nach Schweizer Modell einführen bei allen relevanten großen Entscheidungen, z.B. in Sachen Europa bzw. Euro, ebenso bei Großprojekten wie z.B. Flughäfen, Bahnhöfen oder Operngebäuden.
3. naiv?
tasunka 11.10.2013
warum kann man sich auf die reichensteuer nicht einigen,der freibetrag könnte ziemlich hoch sein,da nur ca 1% die meisten staatsschulden besitzen und diese wachsen mit ihren zinseinnahmen da verliert man auch kaum wähler.
4. Umfrage zur Regierungsbildung: Zwei Drittel der Deutschen wollen Große Koalition
rosaberg 11.10.2013
Ich gehöre zu dem dritten Drittel und bin strikt dagegen!
5. ?
Deify 11.10.2013
Wie jetzt...... verstehe einer die Deutschen oder die Umfragen. Für mich sieht das vielmehr nach RRG aus, aber Mutti soll das in ihrer Güte überwachen oder so ähnlich... man fassst sich irgendwie an den Kopf. Ich höre viel LINKEs, aber man wählt CDU.... es darf irgendwie alles nicht wahr sein.
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Delegation der CDU
- Parteichefin und Bundeskanzlerin Angela Merkel
- Generalsekretär Hermann Gröhe
- Fraktionsvorsitzender Volker Kauder
- Finanzminister Wolfgang Schäuble
- Kanzleramtschef Ronald Pofalla
- Ministerpräsident Stanislaw Tillich (Sachsen)
- Ministerpräsident Volker Bouffier (Hessen)
Delegation der CSU
- Parteichef Horst Seehofer
- Generalsekretär Alexander Dobrindt
- Landesgruppenvorsitzende Gerda Hasselfeldt
- Bundesminister Hans-Peter Friedrich (Innen)
- Peter Ramsauer (Verkehr)
- Ex-Ministerin Ilse Aigner (Verbraucherschutz)
- CSU-Vize Barbara Stamm
Delegation der Grünen
- Parteichefin Claudia Roth
- Parteichef Cem Özdemir
- Ex-Spitzenkandidat Jürgen Trittin
- Fraktionschefin und Ex-Spitzenkandidatin Katrin Göring-Eckardt
- Fraktionschef Anton Hofreiter
- Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Baden-Württemberg)
- Vize-Ministerpräsidentin Sylvia Löhrmann (Nordrhein-Westfalen)
- Politische Bundesgeschäftsführerin Steffi Lemke

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