Aschaffenburg Kurden attackieren Anti-Terror-Demo

Mit Steinen und Feuerwerkskörpern haben Kurden am Sonntag in Aschaffenburg eine von Türken organisierte Anti-Terror-Demonstration angegriffen. Die Polizei nahm 32 Menschen fest.


Am Sonntagnachmittag hatten sich nach Angaben der Polizei rund 600 Menschen einem Demonstrationszug unter dem Motto "Gemeinsam gegen den Terror" angeschlossen, der von einem Türken angemeldet worden war. Der Zug sei dann plötzlich von rund 30 Kurden attackiert worden. Als die Polizei eingriff, sei ein Beamter von einem Böller am Kopf getroffen und leicht verletzt worden, heißt es in einer Pressemitteilung der Polizei.

Die Angreifer flüchteten sich demzufolge in ein Haus und verweigerten die Kontaktaufnahme. Vom Dach des Hauses aus seien Steine und Feuerwerkskörper auf die Beamten geschleudert worden. Als die Beamten schließlich in das Haus eindrangen, ließen sich laut Polizeibericht alle 32 Personen widerstandslos festnehmen.

Bis in die frühen Morgenstunden war die Polizei mit "starken Kräften" in der Stadt, wie ein Sprecher sagte. Grund dafür seien Aufrufe von kurdischer Seite in sozialen Netzwerken gewesen, nach Aschaffenburg zu reisen. Weitere Zusammenstöße gab es in der Nacht zum Montag zunächst nicht.

Die Staatsanwaltschaft leitete Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts auf schweren Landfriedensbruch, versuchte gefährliche Körperverletzung und Verstöße gegen das Versammlungsgesetz ein.

jul/dpa

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