Asylunterkunft in Weissach Polizei geht von Brandstiftung aus

Nach dem Brand in einer geplanten Asylunterkunft im baden-württembergischen Weissach im Tal sind die Ermittler offenbar einen Schritt weiter: Den bisherigen Ermittlungen zufolge ist das Feuer vorsätzlich gelegt worden, teilte die Polizei mit.

Geplante Flüchtlingsunterkunft in Weissach: Vom Feuer zerstört
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Geplante Flüchtlingsunterkunft in Weissach: Vom Feuer zerstört


Das Feuer in einer geplanten Flüchtlingsunterkunft im baden-württembergischen Weissach im Tal ist nach Angaben der Polizei höchstwahrscheinlich gelegt worden. Aufgrund der Ermittlungen sei von mehr als einer Ausbruchstelle des Brandes vom Montag vergangener Woche auszugehen, teilte das Polizeipräsidium Aalen mit. Dies lasse nach derzeitigem Stand nur den Schluss zu, dass das Feuer vorsätzlich gelegt worden sei.

Die Polizei hatte zunächst auch einen technischen Defekt nicht ausgeschlossen. Der dreistöckige Altbau war voll in Flammen gestanden. Verletzt wurde jedoch niemand. Das Gebäude sollte eigentlich in Kürze renoviert werden. Jetzt musste es abgerissen werden.

In den vergangenen Wochen und Monaten hatte es in Deutschland eine ganze Reihe von Anschlägen auf Asylunterkünfte gegeben. In Baden-Württemberg steckten Unbekannte in Remchingen eine geplante Asylbewerberunterkunft in Brand. In Malterdingen wurde eine Einrichtung unter Wasser gesetzt.

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Quelle: Amadeu Antonio Stiftung und Pro Asyl / Polizei / eigene Recherchen / dpa
Stand: 7. Januar 2016

kev/dpa



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