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AKW-Rückbau: Regierung besorgt über Atomrückstellungen der Konzerne

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DPA

AKW Grohnde: Wie sicher sind die Reserven für den Rückbau?

Die Spaltung von E.on in zwei Konzerne alarmiert die Bundesregierung. Nach SPIEGEL-Informationen will sie bis Ende des Jahres prüfen, ob die Finanzreserven der Energieunternehmen für den Rückbau der Atomkraftwerke wirklich sicher sind.

Hamburg - Das Bundeswirtschaftsministerium hat ein Gutachten in Auftrag gegeben, das klären soll, wie sicher die finanziellen Rückstellungen der Atomkraftwerksbetreiber für den Rückbau der Anlagen sind. Noch vor Ende des Jahres soll es nach Informationen des SPIEGEL fertiggestellt sein.

Das ganze Gespräch lesen Sie hier im neuen SPIEGEL.

Vergangene Woche hatte der E.on-Konzern bekannt gegeben, dass die Kohle-, Gas- und Atomkraftwerke in ein neues Unternehmen ausgegliedert werden sollen und mit ihnen auch die Atomrückstellungen.

Nach Angaben des Konzerns sollen die neuen Firmen beide zu den führenden Energiekonzernen Europas gehören. Experten indes sorgen sich, dass die konventionellen Kraftwerke in den kommenden Jahren deutlich an Wert verlieren könnten. Denn sie verkaufen aufgrund des Booms erneuerbarer Energien immer weniger Strom - und diesen zu immer niedrigeren Preisen. Sollte aber der E.on-Konzern mit den alten Kraftwerken irgendwann in Schieflage geraten, wären auch die Reserven zum Rückbau der Atomkraftwerke gefährdet.

Vor diesem Hintergrund will die Bundesregierung deutlich schneller als geplant ein neues Modell für den Energiemarkt beschließen, um konventionelle und erneuerbare Stromerzeugung besser zu verzahnen. Schon im März will man sich im Wirtschaftsministerium auf einen Entwurf einigen.

Das Kanzleramt plant nach Informationen des SPIEGEL, noch bis Sommer 2015 ein Gesetz zum Strommarktdesign durch den Bundestag zu bekommen. Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel will den Aufbau einer Kraftwerksreserve aus alten Kohlenmeilern. Im Kanzleramt geht man davon aus, dass in wenigen Jahren sogar noch eine umfangreichere Unterstützung für Kohle- und Gaskraftwerke nötig ist, die einspringen, wenn Wind- und Solaranlagen nicht genügend Strom liefern. Bezahlen wird das der Stromkunde. "Wir sollten den Wählern ganz ehrlich sagen, dass weiter steigende Energiekosten auf sie zukommen", sagte der CDU-Fraktionsvize Michael Fuchs dem SPIEGEL.

ssu

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insgesamt 237 Beiträge
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1. Warum sich sorgen?
gandhiforever 06.12.2014
Da braucht dieRegierung im Parlament nur ein Gesetz einzubringen, dass die Atomkonzerne sich nicht mittels Spaltung aus der Verantwortung stehlen koennen, dass der Konzern als Ganzes notfalls haftet.
2.
Maya2003 06.12.2014
Am Ende wird die Regierung wieder einmal von den Konzernen ausgetrickst. "Ganz überraschend" ergibt sich dann in einigen Jahren eine vollständige Kostenübernahme durch UNS.
3. Warum
Gande 06.12.2014
werden immer qualmende Kühltürme gezeigt, wenn über ein AKW geschrieben wird?
4. die Regierung sollte sich um die. ...
joG 06.12.2014
....Enteignung der Konzerne kümmern. Dann nämlich wäre die Rückstellung weniger problematisch. Aber so, hat die BRD den Kontrakt mit den Investoren gebrochen und sollte haften. dass auch die Konsumenten hohe Stromkosten haben ist auch direkte Folge der dubiosen Entscheidung zum erzwungenen atomausstieg.
5.
kdshp 06.12.2014
Ist doch ganz einfach! Ein gesetz machen was den gewinn einbehält bis die AKW´s abgerissen sind.
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