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Grafik des Tages: Diese deutschen Atomkraftwerke laufen noch - und diese wurden abgeschaltet

Der Atomausstieg wird Milliarden kosten. Die Konzerne wollen, dass sich der Staat daran beteiligt. Wo stehen die deutschen AKWs eigentlich, wer betreibt sie und wann soll welcher Meiler abgeschaltet werden? Hier ist die Grafik für den schnellen Überblick.

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DER SPIEGEL

Die Energiekonzerne wollen nicht allein auf den Kosten des Atomausstiegs sitzenbleiben. Der SPIEGEL hat enthüllt, dass sie deshalb planen, ihre Rückstellungen für den Ausstieg in einen Fonds einzubringen - der sie dann von sämtlichen darüber hinausgehenden Kosten verschonen würde. Erst rief dieser Plan von allen Seiten Ablehnung hervor. Aber jetzt scheint die Bundesregierung doch Gespräche führen zu wollen - weil immer klarer wird, dass die Kostenrisiken für die Beseitigung der deutschen Atomanlagen offensichtlich wesentlich größer sind als bislang bekannt.

Wie könnte also eine für alle Seiten vertretbare Lösung aussehen? Darüber wird nicht nur im Kanzleramt verhandelt, auch im SPIEGEL-ONLINE-Forum werden kontroverse Meinungen debattiert. Diskutieren Sie mit!

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1. Frage
Georg_Alexander 19.05.2014
Gern wüsste ich, was eigentlich eine KWh Atomstrom im Endeffekt gekostet hat, nach dem alle AKWs abgerüstet sind? Selbstverständlich inklusiv ALLER vom Steuerzahler zugezahlten Groschen für die Entwicklung, Betrieb, Entsorgung und Abriss...
2. Ach nee
wachsamer_bürger 19.05.2014
Also die Konzerne haben die Kosten für den Rückbau der Meiler nach 30 Betriebsjahren (Die fetten Jahre) unterschätzt? Und Jetzt wollen sie uns an den Kosten beteiligen? Ach wie Großzügig! Keinen Cent für diese Gangsterbande! Das stand doch für die Betreiber alles schon von Anfang an fest. Man erinnere sich doch nur an die Asse, wo zu "Forschungszwecken" einige Tonnen Atommüll abgekippt werden durfte und im nachhinein festzustellen ist, daß die weit mhr als angedacht da rein gekippt haben... kostet ja nüscht ne.
3. Frage wäre auch: Wer hatte sie überwiegend betrieben und daran verdient?
Jabagrafs 19.05.2014
Zitat von sysopDER SPIEGELDer Atomausstieg wird Milliarden kosten. Die Konzerne wollen, dass sich der Staat daran beteiligt. Wo stehen die deutschen AKWs eigentlich, wer betreibt sie und wann soll welche Meiler abgeschaltet werden? Hier ist die Grafik für den schnellen Überblick. http://www.spiegel.de/politik/deutschland/atomkraftwerk-karte-standorte-und-zwischenlager-in-deutschland-a-970191.html
Man nehme mal Brokdorf, Krümmel, Brunsbüttel und Stade. Den allergrössten Teil ihrer Betriebszeit liefen die für die HEW und PreussenElektra. Gewinne flossen direkt zum Land Hamburg, Land Niedersachsen und den Bund. Die Privatisierung fand überwiegend 2002 statt, die vier gingen zwischen 1972 und 1986 ans Netz. Was an Geld hat "der Staat" den Privaten zur Entsorgung übergeben? Bayern alleine steht mit fünf AKW da. Bis nach der Jahrtausendwende überwiegend im Besitz der Bayernwerk AG, die zu 100% dem Staat Bayern gehörte. Es stellen sich die gleichen Fragen wie in Norddeutschland. Auch alles, was heute der EnBW zugerechnet wird, befand sich bis zur Gründung und auch heute wieder in Landes- und Gemeindebesitz. Lediglich bei der RWE ist es etwas unklarer, bzw. bestand die RWE quasi schon fast "ewig" als privates Unternehmen. Allerdings hatte sie sehr viele Stadtwerkebereiche "eingemeindet", die Kommunen besitzen/besassen entsprechend Anteile an RWE. Mit abnehmender Tendenz, seit den Kommunen die Gelder ausgehen und alles verhökert wird.. Es wäre doch mal angebracht, den Lesern aufzuzeigen, aus welchen Strommengen die Gewinne zu welchen Teilen tatsächlich in öffentliche und wirklich private Hände gegangen sind. Und welche Rücklagen daraus die öffentliche Hand gebildet hat(te). Vielleicht kommt man ja doch noch einmal darauf, was es für ein Unsinn ist, die Infrastruktur eines Landes zu privatisieren..
4. Endlager
Afrojüdischer_Sozi-Sinti 19.05.2014
Es wundert mich, warum der radioaktive Müll nicht genauso wie unser Elektroschrott oder Nahrungsreste in Westafrika deponieren. Das würde unserem westlich-freiheitlichen Lebensstil am ehesten entsprechen.
5. Interessante Frage
wachsamer_bürger 19.05.2014
Zitat von JabagrafsMan nehme mal Brokdorf, Krümmel, Brunsbüttel und Stade. Den allergrössten Teil ihrer Betriebszeit liefen die für die HEW und PreussenElektra. Gewinne flossen direkt zum Land Hamburg, Land Niedersachsen und den Bund. Die Privatisierung fand überwiegend 2002 statt, die vier gingen zwischen 1972 und 1986 ans Netz. Was an Geld hat "der Staat" den Privaten zur Entsorgung übergeben? Bayern alleine steht mit fünf AKW da. Bis nach der Jahrtausendwende überwiegend im Besitz der Bayernwerk AG, die zu 100% dem Staat Bayern gehörte. Es stellen sich die gleichen Fragen wie in Norddeutschland. Auch alles, was heute der EnBW zugerechnet wird, befand sich bis zur Gründung und auch heute wieder in Landes- und Gemeindebesitz. Lediglich bei der RWE ist es etwas unklarer, bzw. bestand die RWE quasi schon fast "ewig" als privates Unternehmen. Allerdings hatte sie sehr viele Stadtwerkebereiche "eingemeindet", die Kommunen besitzen/besassen entsprechend Anteile an RWE. Mit abnehmender Tendenz, seit den Kommunen die Gelder ausgehen und alles verhökert wird.. Es wäre doch mal angebracht, den Lesern aufzuzeigen, aus welchen Strommengen die Gewinne zu welchen Teilen tatsächlich in öffentliche und wirklich private Hände gegangen sind. Und welche Rücklagen daraus die öffentliche Hand gebildet hat(te). Vielleicht kommt man ja doch noch einmal darauf, was es für ein Unsinn ist, die Infrastruktur eines Landes zu privatisieren..
Möglicher weise kommt man dabei darauf, dass der Staat als Betreiber von Post, Bahn, Nahverkehr, Schulen, Energie- und Wasserversorgung usw usf gar nicht teure weil Unwirtschaftlicher ist sondern nur, weil er die tatsächlichen Kosten wirklich trägt. Der Private jedoch auf diversen Wegen den Steuerzahler an den tatsächlichen Kosten beteiligt und darüberhinaus Fette Gewinne abschöpft.
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