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Atomunfälle: Bund soll Katastrophenschutz leiten

Wer entscheidet bei einem Atomunfall in Deutschland? Die Verantwortung müsse von den Ländern auf den Bund übertragen werden, fordern Politiker gegenüber dem SPIEGEL. Ein "Inspektor für Bevölkerungsschutz" solle bestimmt werden.

Atomkraftwerk in Krümmel bei Geesthacht: Debatte um Notfallstrategie Zur Großansicht
DPA

Atomkraftwerk in Krümmel bei Geesthacht: Debatte um Notfallstrategie

Nach dem Atomunglück in Japan fordern Politiker und Katastrophenschützer, die Verantwortung für den Katastrophenfall in Deutschland möglichst schnell von den Ländern auf den Bund zu übertragen. Fukushima zeige, "dass kommunale Hilfskräfte oder Landeskräfte mit einem Reaktorunfall schnell überfordert wären", sagt Hartfrid Wolff, innenpolitischer Experte der FDP-Bundestagsfraktion, dem Nachrichten-Magazin SPIEGEL.

"Wir brauchen eine Koordination auf nationaler Ebene." Die Regierungspartei schlägt dafür die Schaffung des Amts eines nationalen "Inspektors für den Bevölkerungsschutz" vor, der bundesweit koordinieren soll, wann, wo und wie Hilfe möglich ist.

Ende voriger Woche bestellte das Bundesinnenministerium die wichtigsten deutschen Katastrophenschützer zu einer vertraulichen Sondersitzung nach Berlin ein. Zentrales Thema: Fukushima und die Folgen. Auch dort sprachen sich Experten für die Neuverteilung der Kompetenzen aus.

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1. Kirchbachbericht
Tubus 17.04.2011
Zitat von sysopWer entscheidet bei einem Atomunfall in Deutschland? Die Verantwortung müsse von den Ländern auf den Bund übertragen werden, fordern Politiker gegenüber dem SPIEGEL. Ein "Inspektor für Bevölkerungsschutz" solle bestimmt werden. http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,757547,00.html
Die chaotischen Zustände beim Hochwaser 2002 in Sachsen waren Anlass für den Kirchbachbericht. Die Kommission schlug u.a.vor · Aufsplitterungen von Zuständigkeiten und Verantwortlichkeiten zu bereinigen, · die Vielzahl von Normen zu bündeln und zu vereinfachen, · ein einheitliches Führungsverständnis durchzusetzen und danach zu handeln, · ein Warnsystem für die Bevölkerung neu zu entwickeln und umzusetzen, · mit einem geänderten Verständnis von Subsidiarität die Leistungsfähigkeit der Bundeswehr und des Bundesgrenzschutzes besser zu nutzen. Was wurde davon bisher umgesetzt? Fast nichts!
2. Amt schaffe
mutlos 17.04.2011
Zitat von sysopWer entscheidet bei einem Atomunfall in Deutschland? Die Verantwortung müsse von den Ländern auf den Bund übertragen werden, fordern Politiker gegenüber dem SPIEGEL. Ein "Inspektor für Bevölkerungsschutz" solle bestimmt werden. http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,757547,00.html
"Inspektor für Bevölkerungsschutz"? Haben wir nicht schon ein Ministerium für Verbraucherschutz? Und ist bei uns nicht eh alles sicher? Oh Mann ...
3. Hey, wer iss zuständig für die EE-Risiken?!... (;>)))
tempus fugit 17.04.2011
Zitat von sysopWer entscheidet bei einem Atomunfall in Deutschland? Die Verantwortung müsse von den Ländern auf den Bund übertragen werden, fordern Politiker gegenüber dem SPIEGEL. Ein "Inspektor für Bevölkerungsschutz" solle bestimmt werden. http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,757547,00.html
Und wer îst dann für den 'Katastrophenschutz' bei der 'hochgefährlichen' EE-Stromtechnik zuständig? Wenn man in den anderen threads von den Atomfreunden liest, dann ist dann ist das Risiko doch um einiges höher?
4. Black-Out
louis_quatorze 17.04.2011
Zitat von tempus fugitUnd wer îst dann für den 'Katastrophenschutz' bei der 'hochgefährlichen' EE-Stromtechnik zuständig? Wenn man in den anderen threads von den Atomfreunden liest, dann ist dann ist das Risiko doch um einiges höher?
Die Wahrscheinlichkeit eines Stromausfalls ist in der Tat wesentlich höher, als die eines Atomunfalls. Vor allem, wenn man durch kopflose polititsche Entscheidungen das deutsche Stromnetz destabilisiert. Ein Stromausfall in einem hochindustrialisierten Land ist keineswegs ein romantischer Rückfall in alte Zeiten, wo man dann eben mal Kerzen aufstellt. In den Krankenhäusern bekommen alle, die an elektrischen Lebenserhaltungsmaschinen hängen ziemliche Probleme. Notstromeinrichtungen können auch versagen. Züge bleiben stehen. Klimaanlagen fallen aus. Was da so alles passieren kann haben wir letzten Sommer erlebt. Aufzüge bleiben stehen. Auch nicht ideal, wenn Opa Knut gerade dann einen Herzinfarkt erleidet. Von den wirtschaftlichen Schäden mal ganz abgesehen. Und so weiter und so weiter.
5. Ihr erster Satz hat's in sich....
tempus fugit 17.04.2011
Zitat von louis_quatorzeDie Wahrscheinlichkeit eines Stromausfalls ist in der Tat wesentlich höher, als die eines Atomunfalls. Vor allem, wenn man durch kopflose polititsche Entscheidungen das deutsche Stromnetz destabilisiert. Ein Stromausfall in einem hochindustrialisierten Land ist keineswegs ein romantischer Rückfall in alte Zeiten, wo man dann eben mal Kerzen aufstellt. In den Krankenhäusern bekommen alle, die an elektrischen Lebenserhaltungsmaschinen hängen ziemliche Probleme. Notstromeinrichtungen können auch versagen. Züge bleiben stehen. Klimaanlagen fallen aus. Was da so alles passieren kann haben wir letzten Sommer erlebt. Aufzüge bleiben stehen. Auch nicht ideal, wenn Opa Knut gerade dann einen Herzinfarkt erleidet. Von den wirtschaftlichen Schäden mal ganz abgesehen. Und so weiter und so weiter.
Sie haben vergessen, den Stromausfall in 2005, in 2006 und vor 4 (?) Jahren in Hamburg zu erwähnen... War das nun ein EE-Stromerzeuger oder ein Atomstromerzeuger? Googeln Sie mal unter Stromausfall Hamburg und Krümmel, dann muss ich's Ihnen nicht erklären, wie der Strom ausfällt... Und was danach in hamburg grossräumig alles ausgefallen ist.. Richtig: auch die S-Bahn... Und wer ursächlich dafür verantwortlich zeichnet!...
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