Ausgepfiffen Beckstein sorgt in Berlin für Tumulte

Bayerns Innenminister Günter Beckstein konnte seinen Wahlkampfauftritt im Berliner Szenebezirk Kreuzberg nur unter massivem Polizeischutz beenden. Rund 400 Demonstranten machten ihrem Ärger über den CSU-Politiker lautstark Luft. Es kam zu schweren Rangeleien mit der Polizei.


in Kreuzberg unerwünscht: Bayerns Innenminister Beckstein
AP

in Kreuzberg unerwünscht: Bayerns Innenminister Beckstein

Berlin - "Kein Aufenthaltsrecht für Beckstein in Kreuzberg" und "Abschieben nach Bayern", riefen die Demonstranten vor dem türkischen Lokal, in dem Bayerns Innenminister auftrat. Türkische Demonstranten nannten Becksteins Besuch in Kreuzberg "eine Provokation".

Die Menge brachte ihren Unmut mit einem Pfeifkonzert zum Ausdruck. Es kam zu tumultartigen Szenen. Wegen der Demonstranten verzögerte sich Becksteins Auftritt um rund 40 Minuten. Schließlich nahm er den Hintereingang zu dem türkischen Lokal. Rund 100 Beamte mussten zum Schutz des bayrischen Innenministers eingesetzt werden, sagte ein Sprecher. Der Ort wurde weiträumig abgesperrt.

Beckstein in einem türkischen Lokal: Er will sich über Integrationspolitik informieren
AP

Beckstein in einem türkischen Lokal: Er will sich über Integrationspolitik informieren

Beckstein war auf Einladung der CDU in Berlin und wollte sich vor Ort über die Integrationspolitik in der Hauptstadt informieren. Nur unter massivem Polizeischutz konnte Beckstein das Lokal über einen Hinterausgang verlassen. Kreuzberg gilt als der "Multi-Kulti"-Bezirk in Berlin mit einem hohen Anteil ausländischer Bewohner. 2002 holte hier der Grünen-Abgeordnete Hans-Christian Ströbele ein Direktmandat.



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