Auto-Nutzung Bettina Wulff lässt Berichterstattung stoppen

Bettina Wulff hat die Berichterstattung über die angeblich kostenlose Nutzung eines Privatwagens stoppen lassen. Auf Antrag der Ehefrau des Bundespräsidenten erließ ein Gericht eine einstweilige Verfügung gegen zwei Zeitungen.

Ehepaar Wulff: Einstweilige Verfügung gegen Berichte
dapd

Ehepaar Wulff: Einstweilige Verfügung gegen Berichte


Berlin - Das Kölner Landgericht erließ am Donnerstag nach Angaben von Gernot Lehr, Anwalt von Bundespräsident Christian Wulff, eine einstweilige Verfügung gegen die "Berliner Zeitung" und die "Frankfurter Rundschau" (Aktenzeichen 28 O 48/12). Den Antrag hatte Wulffs Ehefrau Bettina gestellt.

Das Gericht habe den Zeitungen zwei Behauptungen aus ihrer Berichterstattung vom Donnerstag untersagt, teilte Lehr mit. Zum einen geht es nach Lehrs Angaben um die Behauptung, Wulff und seine Frau hätten "schon vor Sommer 2011 offenbar kostenlos einen Audi Q3 fahren" dürfen - "Monate bevor das Modell markteingeführt war". Zum anderen gehe es um die Behauptung, die Wulffs hätten den Audi seit Sommer 2011 bis Dezember 2011 "monatelang kostenlos" genutzt.

Lehr stufte die Behauptungen als "Falschberichterstattung" ein. Den Verlagen sowie einem namentlich genannten Redakteur sei es nun von Gerichts wegen untersagt, die Behauptungen zu verbreiten oder verbreiten zu lassen.

als/AFP/dpa

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Michael KaiRo 02.02.2012
1. Oh, oh, das könnte interessant werden
Zitat von sysopBettina Wulff hat die Berichterstattung über die angeblich kostenlose Nutzung eines Privatwagens stoppen lassen. Auf Antrag der Ehefrau des Bundespräsidenten erließ*ein Gericht*eine einstweilige Verfügung gegen zwei Zeitungen. http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,813032,00.html
Die Details zu dem Audi-Deal sind schon so konkret, dass man an einer "Phantasie" eines Journalisten kaum glauben mag. Die Details lassen sich hier gut nachlesen: Audi: Vorserien-Q3 für den Bundespräsidenten Erst seit Dezember zahlt Frau Wulff 850 Euro pro Monat - Marktnachrichten (http://www.kfz-betrieb.vogel.de/index.cfm?pid=5452&pk=347134&nl=1&cmp=nl-125)
leopoldy 02.02.2012
2. Offensive
Zitat von sysopBettina Wulff hat die Berichterstattung über die angeblich kostenlose Nutzung eines Privatwagens stoppen lassen. Auf Antrag der Ehefrau des Bundespräsidenten erließ*ein Gericht*eine einstweilige Verfügung gegen zwei Zeitungen. http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,813032,00.html
Ich habe das Gefühl, jetzt geht langsam der "Krieg" der Medien und dem Schloss Bellevue los, den Christian Wulff angekündigt hat. Das Präsidentenpaar geht in die Offensive......er hatte angekündigt, bis zum Ende seiner Amtszeit. Man darf gespannt sein.........
Lekcad 02.02.2012
3.
Zitat von sysopBettina Wulff hat die Berichterstattung über die angeblich kostenlose Nutzung eines Privatwagens stoppen lassen. Auf Antrag der Ehefrau des Bundespräsidenten erließ*ein Gericht*eine einstweilige Verfügung gegen zwei Zeitungen. http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,813032,00.html
Ich betone ausdrücklich das die Pressefreiheit ein hohes gut ist. Ich gelobe Transparenz und Aufklärung. Mir war nicht bewusst das ich eine Frau habe und was die so macht.
doc 123 02.02.2012
4. Schon irgendwie merkwürdig!
Zitat von sysopBettina Wulff hat die Berichterstattung über die angeblich kostenlose Nutzung eines Privatwagens stoppen lassen. Auf Antrag der Ehefrau des Bundespräsidenten erließ*ein Gericht*eine einstweilige Verfügung gegen zwei Zeitungen. http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,813032,00.html
Gegen diese eher lächerliche Auto-Nutzungs-Geschichte geht Frau Wulff gerichtlich vor, gegen die zigfachen Äußerungen zu ihrer beruflichen Vorgeschichte unternimmt sie dagegen rein gar nicht!
mischer1448 02.02.2012
5. Betty vor
Zitat von sysopBettina Wulff hat die Berichterstattung über die angeblich kostenlose Nutzung eines Privatwagens stoppen lassen. Auf Antrag der Ehefrau des Bundespräsidenten erließ*ein Gericht*eine einstweilige Verfügung gegen zwei Zeitungen. http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,813032,00.html
Jetzt schickt er schon seine Frau vor, um unliebsame Meldungen zu unterdrücken. Er hat damit natürlich nichts zu tun, genau so wie bei dem, was seinem Ex-Pressesprecher vorgeworfen wird.
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