US-Präsident in Deutschland Obama kommt im Juni nach Berlin

Barack Obama wird endlich ein Berliner. Die Bundesregierung bestätigt, dass der US-Präsident am 18. und 19. Juni in der deutschen Hauptstadt zu Gast sein wird. Es ist Obamas erster Berlin-Besuch seit seiner Rede vor der Siegessäule im Sommer 2008.

Obama: Am 18. Juni landet die Air Force One in Berlin
AP

Obama: Am 18. Juni landet die Air Force One in Berlin


Hamburg - Barack Obama kommt nach Berlin. Der US-Präsident werde am 18. und 19. Juni zu politischen Gesprächen in der deutschen Hauptstadt erwartet, teilte Georg Streiter, stellvertretender Sprecher der Bundesregierung, mit. Damit bestätigte er einen entsprechenden Bericht des SPIEGEL. Details zum Ablauf des Arbeitsbesuchs nannte er nicht.

"Die Bundeskanzlerin freut sich sehr auf diesen Besuch", sagte Streiter weiter. Bei Obamas Arbeitsbesuch solle ein "breites Spektrum bilateraler und globaler Fragen" zur Sprache kommen.

Es ist Obamas erster Berlin-Besuch seit er 2008 zum US-Präsidenten gewählt wurde. Zuvor hatte er während des US-Wahlkampfs in der Bundeshauptstadt Station gemacht und eine Rede vor der Siegessäule gehalten. Einen Auftritt Obamas vor dem Brandenburger Tor hatte Bundeskanzlerin Merkel damals noch verhindert.

50. Jubiläum der Kennedy-Rede

Auch bei seinem Besuch im Juni ist eine Rede vor dem Berliner Wahrzeichen unwahrscheinlich. Denkbar ist allerdings, dass Obama an anderer Stelle in Berlin eine Ansprache zu einem ihm besonders wichtigen Thema halten könnte, etwa der Nichtweiterverbreitung von Atomwaffen.

Die Visite findet nach dem G-8-Gipfel in Nordirland statt, der am 17. und 18. Juni abgehalten wird. Eine Woche nach Obamas Deutschlandreise jährt sich John F. Kennedy berühmte Ansprache ("Ich bin ein Berliner") zum 50. Mal.

Damit ist endlich eine Unstimmigkeit im deutsch-amerikanischen Verhältnis ausgeräumt: In Berlin hatte für Verärgerung gesorgt, dass Obama trotz mehrerer persönlicher Einladungen von Merkel bislang keine Zeit für eine Visite gefunden hatte. Zwar besuchte er als Präsident im Jahr 2009 Baden-Baden und Kehl im Rahmen eines Nato-Gipfels und machte später auch Station in Weimar, Dresden und bei US-Truppen in Landstuhl - jedoch nicht in Berlin.

syd/Reuters/dpa

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insgesamt 67 Beiträge
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Seite 1
Klaus100 10.05.2013
1. Hoffentlich kein Jubel
Dieses schreckliche Gehabe bei seiner Wahlkampfrede sollte sich imn Juni nicht wiederholen. Der Jubel der unterwürfigen Massen war nur peinlich. Jedenfalls gibt es Guantanamo noch und vielle andere Probleme sind noch nicht gelöst. Liebe Obama-Fans haltet euch zurück. Ihr seit schon 5 Jahre älter als damals. Tut einfach so, als wäret ihr erwachsen.
izra_l. 10.05.2013
2. Endlich!
Endlich kommt Er, der Heilbringende zu uns. Ein Traum ist in Erfüllung gegangen?
pennywise_the_clown 10.05.2013
3.
Zitat von izra_l.Endlich kommt Er, der Heilbringende zu uns. Ein Traum ist in Erfüllung gegangen?
Was will der Yes-We-Can-Messias denn hier frage ich mich. Ein Pfannkuchen äääh pardon ein Berliner werden? Eine Mauer ist ja nicht mehr einzureißen und das Tor ist ja auch offen.. Das ganze ist Wahlkampf, damit in Deutschland eine Kanzlerin dran bleibt die schon und Bush mit "Hurra!" in den Krieg gegen den Irak gezogen wäre, wegen der Massenvernichtungswaffen. Ja NUR um die ging es damals. Das der Hussein ein Diktator sei, kam erst später. Da ja nun der Krieg gegen den Iran (wo Mutti ja schon das Mitmarschieren versprochen hat) und Syrien vor der Tür steht (da hat sich die Kanzlerin noch nicht (öffentlich) geäußert, muß die Deutsche Regierung auf Spur gebracht werden
kf_mailer 10.05.2013
4. Obama
eine gute Gelegenheit, um über den Abzug der letzten Besatzungstruppen aus Deutschland zu reden.l
the_rover 10.05.2013
5. Na klasse!
Ausnahmezustand: halb Berlin wird tagelang abgesperrt werden, wer es trotzdem bis zur Arbeitsstelle schafft, kommt garantiert nicht mehr nach Hause. Kilometerlange Parkverbotszonen, niemand weiss wohin mit seinem Auto, Hubschrauber, Personenkontrollen ... nur wegen dieser Wichtigtuer. Ich könnte kotzen!
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