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CSU-Politiker Brunner: Bayerns Forstminister löst Waldbrand aus

Minister Brunner: "Das ist mir sehr peinlich" Zur Großansicht
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Minister Brunner: "Das ist mir sehr peinlich"

Als bayerischer Forstminister warnte Helmut Brunner immer wieder vor Waldbränden - jetzt musste tatsächlich die Feuerwehr anrücken: Ausgerechnet der CSU-Politiker hatte die Flammen verursacht.

Bayerns Forstminister Helmut Brunner (CSU) hat versehentlich in seinem eigenen Wald einen Brand entfacht. Auf seinem Hof im niederbayerischen Landkreis Regen hatte er am Samstag Gartenabfälle verbrannt. Die scheinbar gelöschte Glut kippte er in ein Wäldchen auf seinem Grund. Stunden später schlugen Flammen hoch. Entsprechende Medienberichte bestätigte das Agrarministerium in München.

Brunner habe selbst die Feuerwehr alarmiert, hieß es. Da aber in dem Gebiet im Bayerischen Wald angesichts der Trockenheit erhöhte Waldbrandgefahr herrschte, sei vorsichtshalber gleich ein halbes Dutzend Feuerwehren angerückt. Schäden seien nicht entstanden. "Es ist nichts weiter passiert, doch ich werde künftig noch vorsichtiger sein", sagte Brunner der "Passauer Neuen Presse".

Die Leitende Oberstaatsanwältin in Deggendorf, Kunigunde Schwaiberger, sagte, es sei kein Straftatbestand erfüllt. Ihre Behörde habe geprüft, ob es sich um das fahrlässige "Herbeiführen einer Brandgefahr" gehandelt haben könnte. Das sei aber nicht der Fall, zumal sich das Feuer auf Brunners eigenem Grundstück entzündet habe. Die Polizei prüfe nun noch, ob eine Ordnungswidrigkeit infrage komme.

Der Minister hatte qua Amt selbst im Sommer immer wieder vor der Waldbrandgefahr gewarnt. "Ich habe das total unterschätzt. Das ist mir sehr peinlich. Man kann nicht vorsichtig genug sein", sagte er nun dem Bayerischen Rundfunk.

kev/dpa

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Forum - Diskussion über diesen Artikel
insgesamt 42 Beiträge
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1. Gartenabfälle verbrannt ?
lemmy 07.10.2015
Also, alleine das Verbrennen der Gartenabfälle hätte hier bei uns schon eine saftige Geldstrafe gekostet, weil es hier verboten ist. Aus gutem Grund. Ich kann mir kaum vorstellen, dass das in Bayern anders sein soll. Und die Sache mit dem Abkippen im Wald ist einfach unfassbar fahrlässig. Alles in allem würde ich sagen, an Inkompetenz und Dummheit kaum noch zu unterbieten, daher sollte er zurücktreten.
2. Fachmann
hubertrudnick1 07.10.2015
Solchen Fehler begeht ausgerechnet ein Fachmann, hoffentlich ist er in seinem politischen Job etwas vorsichtiger.
3. na und
huettenfreak 07.10.2015
Naja, Schwamm drüber, das kann jedem passieren! Glutnester entwickeln eine sehr hohe überlebensfähigkeit. Einen Grill oder eine Feuerschale über Nacht stehenlassen und am anderen Morgen zischt es noch gewaltig wenn man Wasser hinzugießt;-)
4. Bayern leistet sich einen eigenen Forstminister?
Eppelein von Gailingen 07.10.2015
Kann der Landwirtschaftsminister seinen Anforderungen nicht mehr nachkommen? Dann kippt er auch noch nachlässig die Rückstände seiner Abfallverbrennung in sein Wäldchen? Ohne vorher Wasser zu verwenden? Der dachte sich auch, besser nachher Wasser draufhauen, als gleich. Die leitende Staatsanwältin sucht nach dem Strafparagraphen? Vorm Wald in Bayern ist halt was los.
5. Hoffentlich bezahlt Herr Brunner den Einsatz der Feuerwehren
isegrim der erste 07.10.2015
und nicht der Steuerzahler, denn wer so wie im Artikel beschrieben verfährt, der handelt grob fahrlässig. Umweltgerechter wäre sicher eine Kompostierung gewesen!
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