Berlin - Bayern ist mit seinem Wunsch, die Bundestagswahl am 29. September 2013 stattfinden zu lassen, isoliert. Von den Ländern sprach sich nur Sachsen für diesen Termin aus. Das ist das Ergebnis einer Rundfrage des Bundesinnenministeriums. Die Auswertung liegt SPIEGEL ONLINE vor. Der Wahltermin dürfte demnach auf den 15. September oder den 22. September fallen. Den 15. September halten 13 Länder für geeignet, den 22. September halten 14 Länder für geeignet.
Über den Wahltermin gibt es seit Wochen Streit. Grund dafür ist vor allem die Haltung Bayerns. Die CSU pocht darauf, dass die Planungen für das Datum auch die ebenfalls im Herbst 2013 stattfindende bayerische Landtagswahl berücksichtigen. Die schwarz-gelbe Regierung im Freistaat hat bislang vor, das Land am 15. September wählen zu lassen und wünscht sich einen zweiwöchigen Abstand zur Bundestagswahl, womit diese auf den 29. September fallen würde.
An jenem Wochenende beginnen allerdings bereits die Herbstferien in Berlin, Brandenburg, Hamburg und Teilen Niedersachsens. Zudem findet in Berlin der Marathon statt. Vor diesem Hintergrund hatten einige Innenexperten der Union intern davor gewarnt, dass der Bundespräsident sein Veto einlegen könnte sofern die Bundesregierung auf Druck Bayerns den 29. September als Termin vorschlagen würde.
Jetzt sollen die Fraktionen über ihre Haltung beraten. Innenminister Hans-Peter Friedrich (CSU) bat die Fraktionsvorsitzenden im Deutschen Bundestags in einem Anschreiben darum, ihre Position bis zum 17. Januar 2013 mitzuteilen. Friedrich ist im Kabinett für die Terminfrage zuständig. Er muss dem Bundespräsidenten im Frühjahr einen Vorschlag machen.
vme
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