Bayern Innenminister will "Reichsbürgern" Waffenerlaubnis entziehen

Selbsternannte "Reichsbürger" sollen keine Waffen und Kampfhunde mehr besitzen dürfen. Das fordert Bayerns Innenminister Herrmann. Die Deutsche Polizeigewerkschaft hat noch eine andere Idee.

Joachim Herrmann
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Nach den tödlichen Schüssen eines "Reichsbürgers" auf einen Polizisten will Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) konsequent gegen die Bewegung vorgehen. "Unser Ziel ist, allen 'Reichsbürgern' ihre Waffenerlaubnisse zu entziehen", teilte er nach einer Kabinettssitzung in München mit. "Wer die deutsche Rechtsordnung ablehnt, bietet keine Gewähr, ordnungsgemäß mit Waffen umzugehen. Das gilt auch für die Haltung von Kampfhunden und sonstigen gefährlichen Tieren", sagte Herrmann.

Das Landesamt für Verfassungsschutz habe die "Reichsbürgerbewegung" unter Beobachtung gestellt, und die Sicherheitsbehörden prüften weitere Verschärfungen. Die Deutsche Polizeigewerkschaft (DPolG) in Bayern forderte darüber hinaus einen Führerscheinentzug für Anhänger der Bewegung. "Wenn jemand die Rechtsordnung ablehnt, darf er auch keine auf dieser Rechtsordnung beruhenden Erlaubnisscheine besitzen", sagte der bayerische DPolG-Chef Hermann Benker den "Nürnberger Nachrichten".

Vor einer Woche hatte ein sogenannter Reichsbürger bei einer Razzia im mittelfränkischen Georgensgmünd auf Beamte eines Spezialeinsatzkommandos (SEK) geschossen. Ein 32-jähriger Polizist wurde getötet. "Reichsbürger" erkennen die Bundesrepublik Deutschland nicht als Staat an. Stattdessen behaupten sie, das Deutsche Reich bestehe bis heute fort.

cte/dpa



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