Behörde für Stasi-Unterlagen: Früherer Staatssicherheit-IM enttarnt

Die Behörde des Stasiakten-Beauftragten Roland Jahn hat sich von einem Mitarbeiter getrennt, der zu DDR-Zeiten als IM für die Stasi gearbeitet hat. Die Tätigkeit wurde bei einer Routineüberprüfung aller Angestellten der Bundesbehörde festgestellt.

Archiv der Stasiakten-Behörde: Auf 123 Seiten IM-Registrierung und Treffberichte gefunden Zur Großansicht
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Archiv der Stasiakten-Behörde: Auf 123 Seiten IM-Registrierung und Treffberichte gefunden

Berlin - Ein früherer Inoffizieller Mitarbeiter (IM) der DDR-Staatssicherheit war mehr als 18 Jahre unerkannt in der Bundesbehörde für die Stasi-Unterlagen als Hausmeister beschäftigt. Der 55-Jährige wurde jetzt bei einer Überprüfung aller Beschäftigten enttarnt.

Nach Bekanntwerden der Dokumente sei der Arbeitsvertrag in "beiderseitigem Einvernehmen aufgelöst" worden, hieß es in einer Erklärung. "Als Behörde zur Aufarbeitung der Tätigkeit des Ministeriums für Staatssicherheit sind wir zu besonderer Glaubwürdigkeit verpflichtet", sagte der Bundesbeauftragte Jahn.

Der Ex-Stasi-Spitzel war anhand manueller Rekonstruktion zerrissener Unterlagen ermittelt worden. Der Mann war demnach von 1979 bis 1985 für das Ministerium für Staatssicherheit tätig. Auf 123 Seiten seien eine IM-Registrierung und handschriftliche Treffberichte gefunden worden.

Die Unterlagenbehörde beschäftigt derzeit rund 40 Mitarbeiter, von denen bekannt ist, dass sie früher für die Staatssicherheit gearbeitet haben.

luk/dpa/AFP

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insgesamt 5 Beiträge
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1. ganz schön lange gebraucht
weltbetrachter 20.04.2011
Da müssen sich einige - insbesondere auch die ehemaligen Beauftragten - die Frage gefallen lasse, warum das nicht früher aufgefallen ist. Warum werden dort überhaupt Leute mit Stasi-Vergangenheit beschäftigt. Es gibt in diesem Land doch genug Menschen OHNE derartige Vergangenheiten.
2. Schlechtleistung
zauberer1, 20.04.2011
Zitat von sysopDie Behörde des Stasiakten-Beauftragten Roland Jahn hat sich von einem Mitarbeiter getrennt, der zu DDR-Zeiten als IM*für die Stasi gearbeitet hat. Die Tätigkeit*wurde bei einer Routineüberprüfung aller*Angestellten der Bundesbehörde festgestellt. http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,758366,00.html
Wann werden endlich die Regierungsmitglieder/in enttarnt. Bitte auch um Überprüfung von IM Erika^^.
3. was soll und dieser Satz sagen ?
albert schulz 20.04.2011
"Die Unterlagenbehörde beschäftigt derzeit rund 40 Mitarbeiter, von denen bekannt ist, dass sie früher für die Staatssicherheit gearbeitet haben."
4. Kein Pardon für Verdränger aber Gnade für Reumütige
Demokrator2007 20.04.2011
Zitat von sysopDie Behörde des Stasiakten-Beauftragten Roland Jahn hat sich von einem Mitarbeiter getrennt, der zu DDR-Zeiten als IM*für die Stasi gearbeitet hat. Die Tätigkeit*wurde bei einer Routineüberprüfung aller*Angestellten der Bundesbehörde festgestellt. http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,758366,00.html
Es wird immer Menschen geben, die lieber verdrängen statt aufzuarbeiten. Da muß man dann mit Konsequenzen rechnen, ist wie bei einem verpaßten Arztbesuch.
5. das wird noch kritisiert
wilam 10.05.2011
auch in Ihrem blöden Spiegel-Interview. Merkwürdig, bei “Versöhnung” ist nie gemeint, daß die Stasis sich entschuldigen, nie daß die Opfer Entschädigung bekommen und überhaupt nie und nimmer, daß die Täter von ihrer beamtenrechtlich abgesicherten Üppigkeit irgendetwas zugunsten der Opfer einbüßen sollten. Wer so eiskalt mit ansieht, wie die kaputt Hinterlassenen der SED-Herrschaft abgespeist werden (allen voran die unsägliche Bischöfin Junkermann), der sollte weder das Wort Versöhnung noch sonstwelche versorgungsrechtlich irrelevanten christlichen Vokabeln in den Mund nehmen. Hier wird von allen Etablierten - den Gerichten und der Politik - das HelmutKohl’sche Erbe der feinen Machtwitterung zelebriert: die Kaputten tun Dir nichts mehr, aber die Täter beißen, denen gib! Und wahrhaftig, sind sie nicht schon wieder so mächtig wie zuvor, gehören sie nicht inzwischen zu uns, zu den Honoratioren?!
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