Berlin - Ein früherer Inoffizieller Mitarbeiter (IM) der DDR-Staatssicherheit war mehr als 18 Jahre unerkannt in der Bundesbehörde für die Stasi-Unterlagen als Hausmeister beschäftigt. Der 55-Jährige wurde jetzt bei einer Überprüfung aller Beschäftigten enttarnt.
Nach Bekanntwerden der Dokumente sei der Arbeitsvertrag in "beiderseitigem Einvernehmen aufgelöst" worden, hieß es in einer Erklärung. "Als Behörde zur Aufarbeitung der Tätigkeit des Ministeriums für Staatssicherheit sind wir zu besonderer Glaubwürdigkeit verpflichtet", sagte der Bundesbeauftragte Jahn.
Der Ex-Stasi-Spitzel war anhand manueller Rekonstruktion zerrissener Unterlagen ermittelt worden. Der Mann war demnach von 1979 bis 1985 für das Ministerium für Staatssicherheit tätig. Auf 123 Seiten seien eine IM-Registrierung und handschriftliche Treffberichte gefunden worden.
Die Unterlagenbehörde beschäftigt derzeit rund 40 Mitarbeiter, von denen bekannt ist, dass sie früher für die Staatssicherheit gearbeitet haben.
luk/dpa/AFP
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