20. Dezember 2012, 19:35 Uhr

Nach Brand bei Finanzsenator

Berliner Abgeordnetenhaus warnt vorm Zündeln

Von Frank Hornig

Kurz vor Weihnachten sorgt der korrekte Umgang mit Feuer für Wirbel in der Berliner Landespolitik. Das Abgeordnetenhaus fürchtet nach den Flammen im Büro von Finanzsenator Ulrich Nußbaum akute Brandgefahr - die Parlamentarier dürfen Kerzen nur nach Genehmigung anzünden.

Berlin - Möbel, Parkett und Fenster wurden bei dem Feuer vernichtet. Das Büro des Berliner Finanzsenators Ulrich Nußbaum (parteilos) wurde am vergangenen Wochenende arg in Mitleidenschaft gezogen. Der Politiker hatte am vergangenen Freitag sein Arbeitszimmer verlassen - womöglich ohne zuvor die Kerzen seines Adventskranzes auszumachen. Jetzt reagiert nach Informationen des SPIEGEL auch das Abgeordnetenhaus auf den Vorfall.

Die Verwaltung legt den Parlamentariern nun in einem Schreiben genau dar, wie sie sich im Advent zu verhalten haben. Der Brief trägt die Überschrift "Verhalten und Benutzung von Weihnachtsdekoration mit Kerzen".

In dem Schreiben vom 18. Dezember heißt es: Die "Verwendung von Feuer und offenem Licht (z.B. Kerzen)" ist "im Gebäude ohne Genehmigung nicht erlaubt". Abgeordnete, die das Zündeln nicht lassen können, müssen harte Konsequenzen fürchten. Bei "Schäden, die durch widerrechtliche Inbrandsetzung von zu Dekorationszwecken vorgehaltenen Kerzen entstehen", heißt es weiter, liege die Haftung "in vollem Umfang bei der Nutzerin / dem Nutzer des Raumes, in dem sich die Kerze befindet".

Welche Kosten Finanzsenator Nußbaum nach dem Brand drohen, ist bisher nicht bekannt. Sein Büro soll nun mehrere Wochen lang renoviert werden. Mittlerweile hat die Staatsanwaltschaft Ermittlungen gegen den Politiker aufgenommen - wegen fahrlässiger Brandstiftung.


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