Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.

Diskussionsrunde in Berlin: Demonstranten lassen Sarrazin-Veranstaltung platzen

Thilo Sarrazin: Kritiker von "Gleichheitswahn" und "Tugendterror" Zur Großansicht
DPA

Thilo Sarrazin: Kritiker von "Gleichheitswahn" und "Tugendterror"

Thilo Sarrazin behauptet gern, dass man vieles in Deutschland nicht sagen darf. Jetzt ist der Buchautor und Ex-Banker in Berlin tatsächlich nicht zu Wort gekommen: Wegen heftiger Proteste fand ein geplantes Gespräch nicht statt.

Berlin - Demonstranten haben am Sonntag in Berlin eine geplante Diskussionsrunde mit dem umstrittenen Bestsellerautor Thilo Sarrazin verhindert. Nach Polizeiangaben versammelten sich um die hundert Menschen vor dem Berliner Ensemble zu Protesten; einige gingen auch hinein, um ihren Unmut zu äußern. Das Theater sagte laut Polizei die vom Magazin "Cicero" organisierte Veranstaltung kurzerhand ab.

Das Magazin berichtete per Twitter, Besucher hätten Protestschilder hochgehalten und Sprechchöre skandiert. Sie hätten sich geweigert, den Saal zu verlassen; auch Handgreiflichkeiten habe es gegeben. Ein von "Cicero" veröffentlichtes Video zeigt die Proteste.

Sarrazin wollte sein neues Buch "Der neue Tugendterror. Die Grenzen der Meinungsfreiheit in Deutschland" vorstellen. Darin kritisiert er ein vermeintliches linksliberales Gutmenschentum, das auf moralisch korrekte Gesinnung anstatt auf Fakten setze und einem "Gleichheitswahn" anhänge. In den vergangenen Jahren war er besonders wegen islamkritischer Thesen und wegen Exkursen zur Vererbung von Intelligenz kritisiert worden.

wbr/dpa

Diesen Artikel...

© SPIEGEL ONLINE 2014
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH




"Je niedriger die Schicht, umso mehr Geburten"

Zitate starten: Klicken Sie auf den Pfeil

Robert Schlesinger/ DPA
Volksheld Sarrazin - Warum so viele Deutsche einem Provokateur verfallen

Es gibt viele Sarrazins: Das Buch des Bundesbank-Vorstands Thilo Sarrazin spaltet Deutschland

Verschwendete Jahre



Der kompakte Nachrichtenüberblick am Morgen: aktuell und meinungsstark. Jeden Morgen (werktags) um 6 Uhr. Bestellen Sie direkt hier: