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Lage am Lageso: Berliner Senatsverwaltung bestreitet Tod eines Flüchtlings

Ist in Berlin ein syrischer Flüchtling gestorben, nachdem er lange vor dem Lageso warten musste? Der Helfer, der darüber berichtete, ist abgetaucht - die Senatsverwaltung widerspricht der Darstellung über den Todesfall.

AFP

Der angebliche Fall eines syrischen Flüchtlings, der in Berlin nach langem Warten vor dem Lageso gestorben sein soll, wird immer mysteriöser: Die zuständige Senatsverwaltung für Gesundheit und Soziales betont, die Information habe sich nicht bestätigen lassen. "Wir haben alle Aufnahme-Krankenhäuser abgefragt", sagte eine Sprecherin. "Dort gibt es keine Informationen darüber." Auch ein Sprecher der Feuerwehr sagte, sämtliche Einsätze des Rettungsdienstes in dem entsprechenden Zeitraum seien geprüft worden - allerdings ohne Ergebnis.

Der Helfer, der die Geschichte ins Rollen gebracht hatte, ist inzwischen abgetaucht. Bei einer improvisierten Pressekonferenz der Flüchtlingsinitiative "Moabilt hilft" sagte eine Sprecherin, der Mann habe sich "in seiner Wohnung verbarrikadiert". Das Flüchtlingsbündnis hatte die angebliche Information über den verstorbenen Syrer verbreitet. Der Helfer wolle "mit niemandem sprechen", sagte die Sprecherin weiter. "Ich traue ihm immer noch", man könne "sich nicht vorstellen, dass das erfunden ist".

Der Mann habe den angeblich stark fiebernden Flüchtling zunächst zu sich nach Hause geholt, hatte "Moabit hilft" am Morgen verbreitet. Wegen seines schlechten Zustandes sei der Syrer dann von einem Krankenwagen abgeholt worden, sei aber auf dem Weg in die Klinik gestorben. Der Helfer hatte dazu zunächst Details auf seiner Facebook-Seite veröffentlicht, diese später aber wieder gelöscht.

Im Video: Helfer in Erklärungsnot

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Die Senatsverwaltung hatte am Vortag mitgeteilt, dass die Situation am Lageso wegen eines hohen Krankenstandes der Mitarbeiter "besonders angespannt" sei. Zuletzt gab es erhebliche Engpässe bei der Auszahlung von Leistungen an Asylbewerber. Eine Hotline soll künftig unter anderem dafür sorgen, dass Flüchtlinge das ihnen zustehende Geld rechtzeitig bekommen. Sie soll Betroffenen Extratermine zur Auszahlung beim Lageso vermitteln.

Das Lageso steht seit Monaten schwer in der Kritik. Zuletzt war ein Unternehmensberater an die Spitze der Einrichtung gerückt.

flo/mag/dpa

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