Berlin-Friedrichshain Krawalle bei Linksautonomen-Demo

In Berlin-Friedrichshain protestiert die linke Szene gegen Polizeieinsätze rund um von Autonomen bewohnte Häuser. Die Stimmung ist "aggressiv". Die Demonstration könnte aufgelöst werden.


Bei einer Demonstration von Linksautonomen ist es in Berlin zu gewalttätigen Ausschreitungen gekommen. Im Stadtteil Friedrichshain griffen Demonstranten die Polizei mit Steinen und Böllern an - offenbar wurden dadurch mehrere Polizisten verletzt, wie ein Polizeisprecher sagte. Schaufensterscheiben wurden zerstört und Polizeiautos beschädigt. Rund 1800 Polizisten sind im Einsatz.

Nach Polizeischätzungen nahmen etwa 1500 überwiegend junge Menschen an dem Protestzug teil. Andere Beobachter gingen eher von 3000 Teilnehmern aus. Die Demonstration richtete sich gegen Polizeieinsätze rund um von Autonomen bewohnte Häuser in Friedrichshain.

Die Demonstrationsstrecke führt auch durch die Rigaer Straße. Ein großer Polizeieinsatz dort im Januar und die Räumung einiger Bereiche in einem Haus im Juni sorgten in der linksradikalen Szene für Aufruhr. Seit Wochen gibt es fast in jeder Nacht Brandanschläge auf Autos, die Extremisten zugeschrieben werden.

Vergangene Woche: Autos brennen in Friedrichshain
DPA

Vergangene Woche: Autos brennen in Friedrichshain

Auf Twitter berichten Teilnehmer der Demonstration, dass die Polizei Pfefferspray eingesetzt habe (Hashtags: #Rigaer und #Rigaer94). Videos und Fotos zeigen Hundertschaften der Polizei. Der Berliner "Tagesspiegel" berichtet von einer "aggressiven Stimmung". Es habe erste Festnahmen gegeben, wie ein Polizeisprecher dem Blatt bestätigte. Es seien Vermummte unterwegs, die Demo sei gestoppt worden.

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Rigaer Straße in Berlin: Großaufgebot gegen Linksautonome

kry/dpa

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