Berlin Stelen am Holocaust-Mahnmal haben Risse

Neun Monate nach Einweihung des Holocaust-Mahnmals gibt es schon erste Schäden am Denkmal. Elf der insgesamt 2711 Betonquader haben lange Risse.


Berlin - Es werde geprüft, ob und wie die Schäden ausgebessert werden könnten, sagte der Geschäftsführer der Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas, Uwe Neumärker, der "Berliner Zeitung". Derzeit würden wegen der Reklamation Gespräche mit dem Hersteller geführt, der zuständigen Niederlassung der Firma Geithner Bau im brandenburgischen Joachimsthal. Elf der insgesamt 2711 Betonquader weisen lange Risse auf, die womöglich durch anhaltenden Frost in Berlin verstärkt worden sind.

Jugendliche auf dem Holocaust-Mahnmal: Erste Schäden
DPA

Jugendliche auf dem Holocaust-Mahnmal: Erste Schäden

Das Ergebnis einer ersten Untersuchung habe ergeben, dass die Risse an drei Stelen die vertraglich vereinbarte Höchstbreite überschritten haben, sagte der Leiter des Geithner-Werks, Michael Kaminski. Die innere Statik sei aber nicht gefährdet. Es gebe vorerst auch keine Pläne, einzelne Stelen komplett zu ersetzen.

Im Frühjahr wolle die Firma Risse und abgeschlagene Kanten mit einem Spezial-Kunststoff ausbessern, heißt es weiter. Wer die Kosten dafür trägt, sei noch offen.



© SPIEGEL ONLINE 2006
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.