Berliner Abgeordnetenhaus Linke und AfD werfen sich Hetze vor

Im Berliner Abgeordnetenhaus haben sich die Regierungsparteien erstmals mit der AfD gestritten. Beide Seiten warfen sich in einer Debatte Hassreden vor.

Abgeordnetenhaus in Berlin
DPA

Abgeordnetenhaus in Berlin


Erster Schlagabtausch zwischen Parlamentariern der Linken und der AfD im neu gewählten Berliner Abgeordnetenhaus. In der Debatte um eine Erklärung gegen Gewalt von Links- und Rechtsextremisten warfen sie sich am Donnerstag gegenseitig Hassreden und Hetze vor.

Mitglieder der Fraktion der Rechtspopulisten buhten den Linke-Abgeordneten Hakan Tas aus. "Sie machen den Rassismus in Deutschland nach 70 Jahren wieder gesellschaftsfähig", hatte Tas gesagt. Die AfD sei der parlamentarische Arm der rechtsextremistischen Aktionen in Deutschland und schüre Gewalt gegen Migranten und andere Menschen.

Der Grünen-Abgeordnete Benedikt Lux unterstützte Tas. Ein Antrag der AfD gegen extremistische Gewalt sei "völlig unglaubwürdig", weil die AfD selber Hass, Hetze und Gewalt zumindest verbal fördere und unterstütze, sagte Lux.

Die AfD reagierte mit Rufen wie "Hassredner, Hassredner" und "Buh, buh". Fraktionschef Georg Pazderski sagte in Richtung Tas: "Was ich hier gehört habe, ist das typische Beispiel einer Hassrede."

als/dpa



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