Berliner Regierungsviertel Unbekannte schleudern Molotowcocktail gegen Bundestagsgebäude

Wieder ist ein Brandanschlag auf ein Bundestagsgebäude versucht worden, wieder wurde kein Schaden verursacht. Wer dahinter steckt, ist laut Polizei noch unklar. Der Staatsschutz ermittelt.


Berlin - Unbekannte haben in der Nacht zum Montag einen Brandanschlag auf das Bundestagsgebäude an der Konrad-Adenauer-Straße versucht. Gegen 2.30 Uhr wurde laut Polizei ein Molotowcocktail gegen das Paul-Löbe-Haus in Berlin geworfen, geriet jedoch nicht in Brand. Wie die Polizei gegenüber SPIEGEL ONLINE bestätigte, wurde demnach kein Schaden verursacht. Wer hinter den Anschlägen steckt, sei nicht bekannt. Der Staatsschutz ermittelt.

Ein ähnlicher Vorfall hatte sich bereits in der Nacht zum 24. November des vergangenen Jahres ereignet: Damals war ein Molotowcocktail an dem Gebäude abgestellt und ohne Folgen angezündet worden. An den Tatorten hinterließ eine obskure Gruppe namens "Deutsche Widerstandsbewegung" mehrseitige Schreiben. Darin hieß es unter anderem, eine "multikulturelle, multiethnische, multireligiöse und multigeschichtliche Bevölkerungskonstellation" werde "das Land zerrütten, balkanisieren".

Weitere Anschläge ohne Schäden hatte es in der Nacht vom 28. auf den 29. September 2014 auf den Reichstag und am 25. August auf die CDU-Bundeszentrale gegeben. Auch hier gab es Hinweise auf eine rechtsextremistische Motivation für die Tat.

vek/dpa



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pansatyr 23.03.2015
1. der Verfassungsschutz
sollte einmal ein Auge auf die sog."Reichsbürger" und die sonstigen Querfrontler werfen; diese ganzen Spinner haben sich als Verfassungsfeinde Nr.1 etabliert. Die einschlägigen Internet-Portale dürften bekannt sein.
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