Berliner SPD: Wowereit einstimmig zum Spitzenkandidaten gekürt

Zum dritten Mal will er die Wahlen für die Hauptstadt-SPD gewinnen. Dafür hat seine Partei Klaus Wowereit geschlossen den Weg geebnet: Sie kürte den Berliner Bürgermeister einstimmig zum Spitzenkandidaten - die Sozialdemokraten liegen in Umfragen wieder vor den Grünen.

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Bürgermeister Klaus Wowereit: Einstimmig zum Spitzenkandidaten der Berliner SPD gewählt

Berlin - "Ich bin stolz auf diese Stadt: auf ihren Glanz und ihre Macken. Auf ihre Schnoddrigkeit und ihre Herzlichkeit, auf ihre coolen Kids und furchtlosen Rentner, auf ihren Krach und ihre Symphoniker, auf Hertha und die Union und auf die Eisbären sowieso [...]", mit diesen Worten bewarb sich Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) am Freitag um die Spitzenkandidatur für die Abgeordnetenhauswahl 2011.

Und die Berliner SPD zog mit: Die mehr als 200 Delegierten nominierten Wowereit einstimmig zur Nummer 1. Damit ist der 57-Jährige offizieller Spitzenkandidat für die Bürgermeisterwahl in der Hauptstadt am 18. September.

Wowereit versprach in seiner emotionalen und bissigen Rede, "für ein hervorragendes Ergebnis für die SPD" zu kämpfen. Nach 2001 und 2006 will er zum dritten Mal die Wahlen gewinnen. Wowereit ist seit zehn Jahren im Amt und führt bereits in der zweiten Wahlperiode eine rot-rote Landesregierung an.

Nachdem er minutenlangen Beifall geerntet hatte, verabschiedete die SPD ihr Wahlprogramm bei einer Gegenstimme. Darin setzt sie vor allem auf nachhaltige und umweltschonende Wirtschaft, neue Arbeitsplätze und sozialen Zusammenhalt.

Die SPD schloss damit als letzte der Berliner Parteien ihre Wahlvorbereitungen ab. Gegen Wowereit werden für die Grünen die Bundestags-Fraktionsvorsitzende Renate Künast und für die CDU deren Landes- und Fraktionschef Frank Henkel antreten. Nach einem monatelangen Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen SPD und Grünen liegt derzeit die SPD in den Umfragen mit 29 Prozent wieder vor den Grünen, die auf 26 Prozent kommen.

lgr/dpa/AFP

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1. Die Traumwelt der SPD
Pandora0611 14.05.2011
Zitat von sysopZum dritten Mal will er die Wahlen für die Hauptstadt-SPD gewinnen. Dafür hat seine Partei Klaus Wowereit geschlossen den Weg geebnet: Sie kürten den Berliner Bürgermeister einstimmig zum Spitzenkandidaten - die Sozialdemokraten liegen in Umfragen wieder vor den Grünen. http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,762510,00.html
Sie haben ja sonst niemand. ---Zitat--- "Ich bin stolz auf diese Stadt: auf ihren Glanz und ihre Macken. ---Zitatende--- Arm, aber sexy; dank 3,7Mrd Euro aus dem LFA! ---Zitat--- Auf ihre Schnoddrigkeit und ihre Herzlichkeit, auf ihre coolen Kids und furchtlosen Rentner, auf ihren Krach und ihre Symphoniker, auf Hertha und die Union und auf die Eisbären sowieso [...]". ---Zitatende--- Auf ihre u- und S-Bahn Tottreter und deren Opfer, auf die gewalttätigen "Demos des schwarzen Blocks", "Autoabfackeln" und "Geschäfte entglasen". ---Zitat--- Wowereit versprach in seiner emotionalen und bissigen Rede, "für ein hervorragendes Ergebnis für die SPD" zu kämpfen. Nach 2001 und 2006 will er zum dritten Mal die Wahlen gewinnen. Wowereit ist seit zehn Jahren im Amt und führt bereits in der zweiten Wahlperiode eine rot-rote Landesregierung an. ---Zitatende--- Er will Juniorpartner der SED weden, um Kpnast zu verhindern!
2. Als Berliner
schwarzer Schmetterling 14.05.2011
Zitat von sysopZum dritten Mal will er die Wahlen für die Hauptstadt-SPD gewinnen. Dafür hat seine Partei Klaus Wowereit geschlossen den Weg geebnet: Sie kürten den Berliner Bürgermeister einstimmig zum Spitzenkandidaten - die Sozialdemokraten liegen in Umfragen wieder vor den Grünen. http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,762510,00.html
sag ich nur - Wowi dürfte das kleinere Übel sein. Grüne Gutmenschen, Job im Staatsapparat oder in irgendwelchen Vereinen gentrifizieren ganze Stadtbezirke, um Platz für Latte Mamas und Bio-Läden zu machen. Was grüne Politiker tatsächlich sind, hat Herr Özedmir in seinem Wohnumfeld eindrücklich demonstriert. Säuberungen der ganz besonderen Art. Das Schlimme ist, dass die Stadt eigentlich eine harte Hand braucht - die aber auch Visionen hat. Nur bietet sich aus dem bekannten Parteienklüngel niemand für eine solche Aufgabe an. Und am grün-alternativen Beamtenapparat der Stadt samt aller 68er-Konsorten und den üblichen Minderheiten kommt eh keiner vorbei. Besonders letztere geniessen Artenschutz und drücken der noch stillschweigenden Mehrheit ihren Lebenstil auf, der nicht von Verantwortung und Solidarprinzip gekennzeichnet ist. Es ist ein Elend.
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