Betreuungsgeld: Union einigt sich auf Herdprämien-Kompromiss

Monatelang stritt die Union offen über das Betreuungsgeld, nun hat man sich verständigt. Die Herdprämie kommt - in Sonderfällen selbst dann, wenn das Kind staatlich betreut wird. Bedingung für die Zahlung sind aber regelmäßige Arztbesuche mit den Kleinen.

Mutter mit Kind: Einigung zum Betreuungsgeld in Union gefundenZur Großansicht
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Mutter mit Kind: Einigung zum Betreuungsgeld in Union gefunden

Berlin - Es war ein Dauerdisput, der tiefe Gräben in der Union erkennen ließ - doch nun scheint der Streit um das Betreuungsgeld beigelegt. Die Union hat sich weitgehend auf einen Kompromiss geeinigt. Eltern von ein- und zweijährigen Kindern sollen zwischen einer Barzahlung und einem Beitrag zur Altervorsorge wählen können, wenn sie keine staatlich geförderte Betreuungseinrichtung in Anspruch nehmen. Dies verlautete nach übereinstimmenden Meldungen am Freitag aus Unionskreisen.

Das Thema sei bei einem Spitzentreffen am Freitagmorgen zwischen Familienministerin Kristina Schröder, Fraktionschef Volker Kauder, CSU-Landesgruppenchefin Gerda Hasselfeldt und Experten aus der Unionsfraktion besprochen worden.

Festgelegt wurde aber auch, dass die Eltern zu ärztlichen Vorsorgeuntersuchungen ihrer zu Hause betreuten Kleinkinder verpflichtet werden. Die Untersuchungen sollen Voraussetzung sowohl für das Betreuungsgeld als auch für das Elterngeld sein.

Wer das Betreuungsgeld zur Altersvorsorge verwende, solle einen Zuschuss "von bis zu 30 Euro zusätzlich erhalten", hieß es.

Sonderregelung für Härtefälle geplant

Zudem gibt es eine Härtefallregel, bei der Eltern unter bestimmten Bedingungen auch Betreuungsgeld erhalten könnten, wenn sie ihr Kind bis zu 20 Stunden in eine staatlich geförderte Betreuungseinrichtung geben. Nun solle eine Abstimmung mit der FDP gesucht werden.

Der Bundestag wird am 18. Oktober über das Gesetz abstimmen - rechtzeitig vor dem Parteitag der CSU, die auf dem Betreuungsgeld trotz Vorbehalten aus CDU und FDP bestanden hatte.

Die FDP hatte grundsätzlich bereits im vorigen November in einer Sitzung des Koalitionsausschusses zugestimmt, war aber im Zuge des Unionsstreits selbst immer kritischer geworden. CSU-Chef Horst Seehofer hatte im Sommer noch mit Koalitionsbruch gedroht, sollte das von seiner Partei verlangte Betreuungsgeld nicht kommen. Die Leistung war bereits im Herbst 2009 im Koalitionsvertrag verankert worden.

jok/Reuters/dpa/dapd

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insgesamt 23 Beiträge
hanfiey 21.09.2012
aber nur für die, alle anderen müssen arbeiten und daher eine Kita nutzen.
aber nur für die, alle anderen müssen arbeiten und daher eine Kita nutzen.
axba 21.09.2012
Einen Ausdruck, wie "Herdprämie", für eine Zuwendung, die Eltern bei der "eigenen" Erziehung unterstützt, ist einfach widerlich und kann nur von Leuten kommen, die wahrscheinlich selbst keine Kinder haben oder [...]
Einen Ausdruck, wie "Herdprämie", für eine Zuwendung, die Eltern bei der "eigenen" Erziehung unterstützt, ist einfach widerlich und kann nur von Leuten kommen, die wahrscheinlich selbst keine Kinder haben oder denen diese lästig sind, so daß sie diese zur staatlichen "Abrichtung" geben. Getreu nach der Devise der SPD: "Wir wollen die Lufthoheit über die Kinderbetten erringen!" Zitat Olaf Scholz..
cabeza_cuadrada 21.09.2012
für ein bis zweijährige. Und was ist mit den dreijährigen? Kann mir irgendeiner erklären, was ich von einem Rechtsanspruch auf einen Kitaplatz ab 3 hab wenn es keine freien Plätze gibt?
für ein bis zweijährige. Und was ist mit den dreijährigen? Kann mir irgendeiner erklären, was ich von einem Rechtsanspruch auf einen Kitaplatz ab 3 hab wenn es keine freien Plätze gibt?
ornis 21.09.2012
Wieder einmal eine staatliche Subventionierung derer, die es nun wirklich nicht nötig hben.
Zitat von hanfieyaber nur für die, alle anderen müssen arbeiten und daher eine Kita nutzen.
Wieder einmal eine staatliche Subventionierung derer, die es nun wirklich nicht nötig hben.
sabine_franz 21.09.2012
Und zudem noch schlecht für die Integration von Migranten. Studie: Betreuungsgeld in Skandinavien hat negative Folgen | tagesschau.de (http://tagesschau.de/ausland/studiefes104.html) Ein blick nach Skandinavien hätte genügen [...]
Zitat von hanfieyaber nur für die, alle anderen müssen arbeiten und daher eine Kita nutzen.
Und zudem noch schlecht für die Integration von Migranten. Studie: Betreuungsgeld in Skandinavien hat negative Folgen | tagesschau.de (http://tagesschau.de/ausland/studiefes104.html) Ein blick nach Skandinavien hätte genügen sollen. Aber unsere Politik-Elite ist ja völlig beratungsresistent. Wundert aber nicht wirklich, leben die Damen und Herren ja sowieso in einer Paralelwelt. Und Herr Seehofer leidet sicher schon an Altersstarrsinn/schwachsinn. Man könnt drüber lachen wenns nicht so traurig wäre.
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  • Freitag, 21.09.2012 – 16:09 Uhr
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