Reform der Studentenförderung: Wanka will Bafög ausweiten

Bildungsministerin Wanka (bei einer Kabinettsitzung): Reform des BafögZur Großansicht
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Bildungsministerin Wanka (bei einer Kabinettsitzung): Reform des Bafög

Ohne Bafög könnten viele junge Menschen ihr Studium kaum finanzieren. Doch die Förderung gehe "teilweise an der Lebenswirklichkeit vorbei", meint die neue Bildungsministerin Wanka. Die CDU-Politikerin will das System reformieren. Mit mehr Geld können die Studenten aber nicht unbedingt rechnen.

Berlin - Die neue Bundesbildungsministerin Johanna Wanka (CDU) plant nach eigenen Angaben eine umfassende Reform des Bafög. "Das Bafög geht heute teilweise an der Lebenswirklichkeit vorbei", sagte die Ministerin der "Süddeutschen Zeitung". Man müsse daher die Konditionen "insgesamt auf den Prüfstand stellen". Die Studentenschaft werde immer unterschiedlicher, es gebe viele Menschen, die neben dem Beruf oder nach dem Abschluss einer Ausbildung studierten. Sie sind derzeit oft von der staatlichen Förderung für Schüler und Studenten ausgeschlossen. "Die Förderung muss weiter geöffnet werden", sagte Wanka.

Pfeiler einer Reform könnten demnach höhere Altersgrenzen für den Bafög-Anspruch sein und die Erweiterung auf Formen wie das Teilzeitstudium. Wanka will darüber im April mit den Ländern beraten. Diese tragen ein Drittel der Bafög-Kosten, der Bund den Hauptteil. Wanka sagte, die Förderung müsse "an die heutigen Realitäten angepasst werden, und die sehen anders aus als noch vor 40 Jahren".

Das 1971 in Kraft getretene Bundesausbildungsförderungsgesetz (Bafög) hat Millionen Menschen ein Studium ermöglicht, die es sich sonst nicht hätten leisten können. Derzeit erhalten 29 Prozent aller Studenten Bafög. Im Durchschnitt bekommen Studenten 436 Euro monatlich, der Höchstsatz liegt bei 670 Euro. Die eine Hälfte ist ein Zuschuss, die andere ein zinsloses Darlehen.

Mit generell höheren Summen durch eine Reform können Studenten dem Bericht zufolge eher nicht rechnen. "Nur auf pauschale Erhöhungsrunden zu setzen, greift da zu kurz", sagte Wanka. "Und die finanziellen Möglichkeiten sind nicht in allen Ländern gleich."

Die jüngste Erhöhung der Sätze 2010 brachte nur wenige Euro. Damals hatte die schwarz-gelbe Koalition allerdings den Kreis der Berechtigten schon ausgeweitet. Die Altersgrenze stieg von 30 auf 35 Jahre, homosexuelle Lebenspartnerschaften wurden Eheleuten gleichgestellt.

phw/AFP/dpa

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insgesamt 52 Beiträge
helgamaus 15.03.2013
muss zurückgezahlt werden, zumindestens ein Teil davon. Was bedeutet, die jungen Akademiker fangen gleich mal mit Schulden an.
muss zurückgezahlt werden, zumindestens ein Teil davon. Was bedeutet, die jungen Akademiker fangen gleich mal mit Schulden an.
SirLurchi 15.03.2013
BAFöG ist m. M. nach eines der schwierigsten Themen, aber sie geht es zumindest an und schiebt es nicht in die ungeliebte Ecke, wo es doch m. E. nach schon die ganze Zeit stand.
BAFöG ist m. M. nach eines der schwierigsten Themen, aber sie geht es zumindest an und schiebt es nicht in die ungeliebte Ecke, wo es doch m. E. nach schon die ganze Zeit stand.
boeseHelene 15.03.2013
eine gute Idee, generell sollte eine Ausbildung oder ein Studium das Ziel sein. Wer einen Beruf oder Studium machen möchte sollte unterstützt werden. Jetzt bitte noch so, dass auch Leute die im Moment ALG II bekommen am [...]
Zitat von sysopOhne Bafög könnten viele junge Menschen ihr Studium kaum finanzieren. Doch die Förderung gehe "teilweise an der Lebenswirklichkeit vorbei", meint die neue Bildungsministerin Wanka. Die CDU-Politikerin will das System reformieren. Mit mehr Geld können die Studenten aber nicht unbedingt rechnen. Bildungsministerin Wanka will Bafög reformieren - SPIEGEL ONLINE (http://www.spiegel.de/politik/deutschland/bildungsministerin-wanka-will-bafoeg-reformieren-a-889027.html)
eine gute Idee, generell sollte eine Ausbildung oder ein Studium das Ziel sein. Wer einen Beruf oder Studium machen möchte sollte unterstützt werden. Jetzt bitte noch so, dass auch Leute die im Moment ALG II bekommen am neuen Bafög System teilhaben lassen und es passt, im Gegensatz zu sinnlos Maßnahmen die nur Kosten verursachen bringt eine Ausbildung oder ein Studium wirklich etwas.
luxus64 15.03.2013
einen Bundesweiten Bafög für Studenten durchsetzen und der Bund sollte alles bezahlen und nicht die Länder . Aber nur Themen anschneiden und nichts tun und nur lächeln ist nicht angebracht, Frau Wanka.
einen Bundesweiten Bafög für Studenten durchsetzen und der Bund sollte alles bezahlen und nicht die Länder . Aber nur Themen anschneiden und nichts tun und nur lächeln ist nicht angebracht, Frau Wanka.
papayu 15.03.2013
Damit die Jungen n o c h spaeter anfangen mit der Praxis. Wie wollen denn die ueber 25jaehrigen die Rente einfahren? Guter Trick, je laenger die Ausbildung desto kleiner die Rente. Frage ist nur, ob es in 50 Jahren ueberhaupt [...]
Damit die Jungen n o c h spaeter anfangen mit der Praxis. Wie wollen denn die ueber 25jaehrigen die Rente einfahren? Guter Trick, je laenger die Ausbildung desto kleiner die Rente. Frage ist nur, ob es in 50 Jahren ueberhaupt noch so etwas gibt!!
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  • Freitag, 15.03.2013 – 07:41 Uhr
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