Abgeschobene Schülerin Petitionsausschuss fordert Einreiseerlaubnis für Bivsi

Ein bisschen Hoffnung für Bivsi: Die 15-jährige Schülerin aus Nepal war mit ihren Eltern aus Deutschland abschoben worden. Jetzt setzt sich der NRW-Landtag für eine mögliche Rückkehr ein.

Demonstration für Bivsi am 12. Juni in Duisburg
imago/ Reichwein

Demonstration für Bivsi am 12. Juni in Duisburg


Die Duisburger Schülerin Bivsi, 15, die mit ihren Eltern Ende Mai nach Nepal abgeschoben wurde, soll zurückkehren dürfen. Das wünscht sich zumindest der Petitionsausschuss des NRW-Landtages und verabschiedete am Dienstagnachmittag einen entsprechenden Appell.

Bivsis Familie lebte seit Jahren in Deutschland und galt als gut integriert, am Ende scheiterte aber ihr Asylantrag. Mitschüler und Asylrechtsaktivisten hatten sich erst gegen die Abschiebung und danach für Bivsis Rückkehr stark gemacht.

"Wir empfehlen und unterstützen die Stadt Duisburg darin, die Einreisesperre für die Familie wieder auf Null zu setzen", sagte Wolfgang Jörg (SPD), Vorsitzender des Petitionsausschusses, direkt nach der Sitzung dem WDR. Man habe aus humanitären Gründen so entschieden.

Neben der Stadt Duisburg muss nun das Auswärtige Amt aktiv werden. Dort müsse die Familie erneut ein Einreisevisum beantragen. Wann die Familie frühestens zurückkehren könnte, ist noch nicht klar. Eine Rückkehr nach den Sommerferien sei aus Sicht des Ausschusses aber wünschenswert.

cht

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